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BeitragVerfasst: Mo 5. Okt 2015, 15:08 
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Immer mehr hier im Forum möchten sich gesünder ernähren, abnehmen, fitter werden :lieb:
Und so wie Sana mich durch ihre Posts aufgerafft hat (danke dafür :kiss: ), hoffe ich auch einige inspirieren zu können.

Bei mir fing alles letztes Jahr am Ende des Sommers an. Ich war gerade mit meiner Masterarbeit fertig und vollkommen zerstört. Durch den Stress ging es mir psychisch schlecht, was sich in Depressionen äußerste und dann soweit ging, dass ich Angst hatte die Wohnung zu verlassen und beim Einkaufen Panikattacken bekam. Zugleich war ich körperlich auch am Ende, Verdauungsprobleme, keine Ausdauer und durch den Stress und den Zeitmangel ziemlich ungesund gegessen und zu viel.
Zurückblickend ist es alles verschwommen. Irgendwann habe ich mir gesagt, dass ich keine Angst mehr haben will. Ich hab mich in meinem Körper einfach nicht mehr wohlgefühlt.

Zunächst fing ich im Herbst an kleinere Einheiten Sport zu machen, die ich dann auf 45 min- bis 1 h-Einheiten erhöht habe. Gleichzeitig hab ich meine Ernährung komplett umgeschmissen. Fettiges Essen und Süßkram gab es zu Beginn immer noch, aber irgendwann habe ich das auch abgeschafft.

Der Anfang war sehr schwer, es war frustrierend, dass es nicht vorwärts ging. Der Heißhunger kam so einige Male, aber man lernt, damit umzugehen. Das Gewicht veränderte sich die ersten Wochen überhaupt nicht, aber meine Verdauung war um einiges besser. Der aufgeblähte Bauch besserte sich schon nach ca. 2 Wochen. Dann entdeckte ich den Youtube-Channel "Happy and Fit", wo es ein wahnsinniges Angebot an Fitnesstrainings gibt. So stieg ich dann ziemlich schnell von den DVDs auf den Channel um. Montags und Freitags 2h Sport, Dienstag bis Donnerstag 1h und an den Wochenenden je nach Zeit, teils war der Mittwoch auch ein Verschnauf-Tag. Haltungstechnisch (Rücken gerade, Knie nach hinten) korrigierte mich mein Freund. Ich kaufte mir später Hanteln und ein Fitnessband. Aber es gibt so viele Übungen, die man auch mit Haushaltsgegenständen machen kann.

Mit dem Sport und der besseren Kondition gingen auch die Ängste irgendwann langsam zurück. Heute geht es, bis auf die Angst vor größeren leeren Plätzen, gut.
Im Frühjahr dieses Jahres stieg ich auf Fahhrad fahren um, da es mir drin einfach zu langweilig war und ich meine Ängste endgültig überwinden wollte. Ich begann mit kleinen Runden, heute fahre ich eine Stunde oder länger (und natürlich etwas schneller) und verbinde es immer mit Futter für die Nasen holen und die schöne Natur genießen. Im Sommer kaufte ich mir ein neues Rad, da ich ziemllich schnell merkte, dass mein 13 Jahre alter Drahtesel zu klein war. Zum Winter hin steige ich wieder auf Fitness daheim um.
Im Sommer waren wir auch öfters im Schwimmbad, aber das hat mich nicht ausgelastet und ist eher ein Kraft- als ein Ausdauersport, zumal die Becken meist sehr voll waren.

Ernährungstechnisch haben wir inzwischen Fleisch so gut wie verbannt. Wenn dann gibt es Hühnchen (Fisch geht leider wegen Allergie nicht). Überwiegend lebe ich vegetarisch, Proteine gibt es über Milchprodukte (Quark, Joghurt, Milch). Und was soll man sagen, man gewöhnt sich dran. Ein Schnitzel reizt mich kaum mehr. Es gibt inzwischen so viel Auswahl an Gemüse und vegetarischen Zutaten, dass man nicht zu kurz kommt und immer wieder neues findet. Vor einigen Wochen habe ich auch das Essen an Arbeit umgestellt. Bisher habe ich immer Sonnernblumenbrot und ein paar Möhren mitgenommen. Das hat kalorientechnisch nicht gepasst, so dass immer noch was vom Bäcker nebenan geholt wurde. Jetzt nehm ich immer zusätzlich eine Schüssel bunten Salat mit (manchmal auch Obst), das Brot bleibt häufig liegen und beim Bäcker hol ich nur noch äußerst selten was.

Mit der Zeit lernt man sich zurückzuhalten. Wenn man satt ist, hört man automatisch auf zu essen. Was nicht gekauft wird, kann auch nicht gegessen werden. Schokolade? Hält einige Wochen... Zwischendurch kann man sich auch gerne mal was gönnen, solang man nicht übertreibt.
Es hat sehr lange gedauert, das zu lernen, Monate. Wie Sana so schön schreibt "Der Weg ist das Ziel".

Den Sommer über habe ich mein Gewicht so ziemlich gehalten. Irgendwann wurde mir das aber auch zu blöd, da mein Ziel noch nicht erreicht war, und habe daraus meine Schlüsse gezogen: man muss auch nein sagen können und sich von anderen nicht blöd anmachen lassen. Dumme Sprüche habe ich einfach ignoriert, sollen sie halt reden, mir egal.

So richtig hat man den Gewichtsverlust erst nach einem halben Jahr gesehen. Aller Anfang ist schwer, aber am schwersten ist es erstmal, sich überhaupt einzugestehen, dass man an sich arbeiten muss. Häufig geht das auch zu Lasten anderer, v. a. der Personen, mit denen man zusammen lebt und der Familie. Aber auch hier lernt man damit umzugehen und seinen Weg zu finden. Auch wenn es im ersten Moment egoistisch erscheint, muss man das für sich selbst tun, um seinen Frieden und Einklang mit seinen eigenen Körper zu finden.
Auch an der Sport muss man sich erst gewöhnen. Ich hatte v. a. zu Beginn tierischen Muskelkater und war teils im Cowboy-Schritt unterwegs. Manchmal konnt ich tagelang nicht sitzen, weil mir der Hintern sowas von weh getan hat. Früher hatte ich extrem oft starke Verspannungskopfschmerzen vom Genick und den Schultern her. Die gehören nun auch der Vergangenheit an, zumindest meistens.

Körperlich fühl ich mich wieder sehr wohl. Es macht mir inzwischen richtig Spaß, Sport zu machen. Das geht soweit, dass mir etwas fehlt, wenn ich mich nicht bewege. Seit letzten Jahr sind 15 kg runter, mein Ziel sind 18 und dann das Gewicht zu halten und gesund zu leben. In der Küche findet man immer was frisches.

Mein Freund war mehr oder weniger gezwungen das zu essen, was ich auch gegessen habe (ich bin die Küchenfee), aber er hat riesige Portionen verspeist. Er ist erblich nicht gerade unbelastet, hat aber vor einer Woche nun auch den Schalter umgelegt. Es muss jeder seine eigene Methode finden. Er zählt Kalorien, weil es ihn davon abhält einfach zu essen, weil man einfach alles aufschreiben muss. Es gibt keine pauschale Formel, jeder muss seinen eigenen Weg finden und sich selbst kennenlernen.


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BeitragVerfasst: Mo 5. Okt 2015, 15:18 
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Hier noch einige Empfehlungen, was ich neben Gemüse und Obst gerne esse. :lieb:

Finnkorn-Brötchen
Pumpernickel
Tofu
Grünkern-Bratlinge
ibi Brotaufstriche
Sojacreme (sehr guter Ersatz für Schlagsahne)
Hafermilch
Fruchtaufstriche
Sonnenblumenkerne & Leinsamen (kommen in den Joghurt)


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BeitragVerfasst: Do 8. Okt 2015, 16:41 
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Schön, dass du es angegangen bist und dabei schon einen so großen Erfolg hattest.
Das freut mich sehr für dich :klatsch:


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BeitragVerfasst: Sa 10. Okt 2015, 16:35 
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Am meisten freut es mich, dass dir etwas fehlt, wenn du keinen Sport gemacht hast. Das sind die besten Voraussetzungen, dass der Sport eine wichtige Komponente zu deinem Wohlbefinden darstellt.


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