Willkommen auf unserem Tierpla.net, dem Tierforum für alle Tierfreunde

WICHTIGES & INFORMATIVES
Glückwünsche an
Fire


BildWir wünschen allen Planetariern einen guten Rutsch ins Jahr 2018Bild



Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 32 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Sind hier (annähernde) Rohköstler?
BeitragVerfasst: Mo 10. Okt 2016, 15:35 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Hey ihr :)

ich wollte mal fragen, ob hier irgendjemand roh-vegan ist oder es zumindest versucht?
Ich ernähre mich zu Hause fast ausschließlich von Obst und Gemüse und versuche auch unterwegs (wenn ich nichts mitgenommen habe) den rohen Anteil hoch zu haltn - wenn roh nicht geht, versuche ich vegan und die absolute Grenze ist vegetarisch.
Im Winter (und auch jetzt schon) bin ich allerdings Dauerfrierer - war ich mit Kochkost, bin ich jetzt noch und warme Speisen oder Getränke halten mich vielleicht mal 2 Stunden warm. Ich bewege mich auch, allerdings nicht übermäßig (ich laufe zum einkaufen, parke etwas weiter enttfernt, nehme die Treppe, gehe im Winter nur spazieren, weil joggen in meiner Lunge sticht, mache aber aktuell keinen wirklichen Sport). Wie bekomme ich dieses Dauerfrieren weg? Hat da jemand einen Tip?

Und gibt es sonst noch Tips auf was ich achten sollte, beziehungsweise wie ihr euch eben ernährt?
Bei mir ist der Obst und Fruchtgemüseanteil am höchsten. Dann etwas Kohl/Salat, Nüsse und das wars - an Keimen habe ich mich noch nicht getraut.

Viele Grüße :)
Sasse


Nach oben
BeitragVerfasst: Fr 14. Okt 2016, 19:54 
Offline
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Benutzeravatar
Nur roh vertrage ich leider schlecht.

Gegen das ständige Frieren trinke ich Ingwer Tee.
Da ich hauptsächlich friere, wenn ich lange sitze meistens im Büro, hilft bei mir auch aufstehen und mal ein paar Etagen hoch laufen.


Nach oben
BeitragVerfasst: Sa 15. Okt 2016, 00:00 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Ich hab jahrelang zu über 90% roh gelebt ... allerdings einschließlich Tierischem. Inzwischen seh ich es nicht mehr ein, mich irgendwelchen sinnlosen Vorgaben, was das Essen angeht, zu unterwerfen. Ich esse, was mir schmeckt - das ist zwar immer noch sehr viel roh, aber ich verschmähe keinesfalls mehr Croissant und Co. Schließlich will ich nicht leben, wie eine Nonne und mit Selbstkasteiung hab ich es auch nicht so ...
Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden - würd ich wieder fast vollständig roh leben, würde es mir zwar gesundheitlich besser gehen, aber seelisch geh ich dann vor die Hunde.

Gegen das ständige Frieren hilft nur Abhärtung - raus in die Kälte und dort sich bewegen, ab in die Sauna, Heiß und Kalt im Wechsel duschen, an warmen Tagen durch kalte Bäche laufen etc ... und speziell im Winter weg von roh und vegan hin zur heißen Rinderkraftbrühe (natürlich vom ganzjährigen Weidevieh, nicht von Tieren, die im Stall standen oder noch schlimmer, mit Kraftfutter zugefüttert werden).

Weiterhin - wenn du unter zu niedrigem Blutdruck leidest, hilft alles nix ... außer den Blutdruck dauerhaft in die Höhe zu treiben. Weg vom sozialen Streß, hin zur Natur, Bewegung und Süßholz, wo du nur rankommst, helfen dir dabei. Auch ein Lebensziel kann dabei helfen, den Blutdruck zu normalisieren.
Zu niedriger Blutdruck ist bei vielen rohköstlichen Veganern allerdings auch eines der ersten Symptome einer Mangelernährung. Rein vegan geht nur für die wenigsten Menschen - die schwerer verdaubare Rohkost macht eine vegane Ernährung deutlich kniffliger, wie schon die vegane kochköstliche Ernährung ist. Spätestens dann, wenn die Regel ausbleibt und du noch zu jung für die Wechseljahre bist, solltest du dir überlegen, ob du wirklich vegan bleiben willst oder nicht doch da gewisse Zugeständnisse an eine artgerechte Menschenernährung machst.
Männer haben es in dem Punkt deutlich einfacher, vegan zu leben - aber auch hier hab ich schon einige vegane Rohköstler kennengelernt, die es einfach übertrieben haben. Rausfallende Zähne mit vierzig ist keinesfalls normal, auch dann nicht, wenn die zugehörigen Männer steif und fest behaupten, sie würden sich so fit, gesund und wohl fühlen!

Gerade die rohköstliche Ernährung verführt sehr stark dazu, zuviel Früchte zu futtern - den Fehler hatte ich auch gemacht. Zuviele Früchte lassen auf Dauer die Zähne locker werden, führen zu kaputtem Zahnschmelz, Zahnfleischbluten kann hinzukommen und nach einigen Jahren kommt noch Osteoporose und andere degenerativen Erkrankungen hinzu. Du solltest also zusehen, daß du weg von den Früchten hin zu Blättrigem kommst.
Keimfutter ist eine sehr gute Ergänzung, schmeckt gut und, wenn du dir deine Speisen noch zusammenstellst und nicht ganz ohne Zubereitung futterst, bringen sie den notwendigen geschmacklichen Ausgleich, was wiederum zu mehr Appetit führt (und dir den Weg aus der Obstfalle ebnet). Allerdings wird der Anteil immer recht klein bleiben, zumindest wenn du das ißt, was dir schmeckt. Der Mensch ist nunmal kein Vogel.
Dann solltest du zusehen, daß du im Sommer den Wildpflanzenteil möglichst hochwerden läßt - eine rohköstliche Ernährung bringt gesundheitlich gesehen rein gar nix, wenn man wässrige Nutzpflanzen aus Monokultur futtert. Es braucht da vielmehr Pflanzen, die sich noch behaupten mußten und deshalb das gesamte Potpourri an Wirkstoffen herstellen, die nunmal eine wildlebende Pflanze zum Überleben und zur Kommunikation mit ihrer Umgebung braucht.

Ach ja - und gerabe bei Rohkost - lerne das Spucken!
Spuck aus, was nicht schmeckt, esse, was dir schmeckt ... nur dein Geschmackssinn und dein Geruchssinn können dich leiten und dir sagen, was gesund ist und was nicht. Und solltest du Appetit auf Rohmilchkäse oder ähnliches haben - eß ihn! Zumindest, wenn du aus gesundheitlichen Gründen dich rohköstlich ernähren willst (davon geh ich eigentlich aus - immerhin ist die rohköstliche Ernährung die gesündeste Ernährung überhaupt, solange man keinem Dogma hinterhereifert, sondern sich wirklich auf seinen Geschmack etc verläßt)


Nach oben
BeitragVerfasst: So 16. Okt 2016, 18:59 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
@Emmy : Danke für deine Antwort!
Ingwertee trinke ich sehr gerne und gegen Erkältung hilft es mir super - gegen das Frieren nur so lange, wie der Tee warm wird.
Ich versuche auch, ein bisschen mehr Bewegung einzubauen, allerdings ist das wohl zu wenig... :schäm:

@MurxPickwick: Ich mag deine ausführlichen Antworten und Erklärungen - danke schonmal :)
Ich sehe es auch gar nicht ein, mich da zu irgendwas zu zwingen! Ich liebe rohes Obst und Gemüse (an Sprossenziehen hab ich mich noch nicht getraut... :schäm: ) und merke auch, dass es mir damit besser geht - somit habe ich mich in der wärmeren Jahreszeit zu Hause sehr gerne und auch problemlos roh ernährt. Aktuell fällt es mir schwerer und ich genieße auch mal ein Gebäckstück, einen Kaffee oder Kakao oder mal ein warmes Essen (wobei mir letzteres mittlerweile schwer im Magen liegt :? ). Generell wenn ich unterwegs oder gar eingeladen bin, sehe ich zu, dass ich zumindest einen größeren Teil roh bekomme und den Rest vegan oder notfalls vegetarisch (auch das hat nicht nur ethische, sondern auch körerliche Gründe - ich finde es schon heftig, wie sehr sich der Körper umstellt... meinen geliebten Rehbraten vertrage ich gar nicht mehr wirklich und bei Milch kann ich mich schon auf Bauchschmerzen einstellen - oder andersrum: bei Bauchschmerzen stellt sich meistens raus, dass ich kurz vorher ein Produkt mit Milch gegessen habe.) Auf Torten und Schokolade will ich nicht verzichten ;)

Hmm... das mit dem Abhärten gefällt mir nicht so :D aber wahrscheinlich hast du recht... ich werde auf jeden Fall mal einen Schal weniger anziehen.
Die Rinderkraftbrühe kommt mir nicht ins Haus - zum einen bekomme ich Fleisch oder Fleischbrühen nicht mehr runter (Bratensoßen sind schon grenzwertig und esse ich nur zum trockenen Kloß), zum anderen möchte ich es nicht mehr und zum dritten weiß ich auch gar nicht, ob ich das noch vertrage (ich hab ja mittlerweile leider nach Reh schon einen schweren Magen und teilweise aufgeblähten Bauch - ich wusste nichtmal, dass das von Fleisch möglich ist :( )

Meinen Blutdruck könnte ich tatsächlich mal überprüfen - Danke für den Tip! Mit der Regel habe ich keinerlei Probleme im Sinne von ausfallen - eher in die andere Richtung. Also die ist ordentlich stark und kommt zuverlässig und spürbar :püh: Wegen schwerer und leichter verdaubar - ich hab eine Ahnung, was die Biologie sagt, aber der Großteil gekochtes liegt mir sehr schwer im Magen und ich habe immer das Gefühl, überfressen zu sein, während rohes sich da einfach besser anfühlt. Im Sommer war das definitiv meine Ernährung - jetzt schaue ich gerade, wie ich mit möglichst wenig kochen (0 möglichst wenig dreckiges Geschirr ;) ), aber dennoch mit gutem Gefühl durch den Winter komme :) Ich finde ganz strenge Ernährungen in jeder Form unanagenehm, weil ich mich dann begrenzt fühlen würde. Das heißt ich suche gerade nach meinem Weg, ohne mir Sachen zu verbieten und ohne immer bei Einladungen negativ aufzufallen ;)

Milch beispielsweise gehört für mich absolut nicht zu einer artgerechten Menschenernährung - Eiern bin ich dagegen überhaupt nicht abgeneigt und die von Mamas Hühnern... soo lecker! Mit Fleisch ist das so eine Sache - ein wenig schadet nicht, ich allerdings merke Fleisch bei mir im Magen und Darm mittlerweile sehr unangenehm... da bin ich mir einfach nicht sicher, inwieweit das zu einer Menschenernährung gehört.

Ich habe immer mal Wochen, wo ich tatsächlich viel Obst esse und dann wieder Wochen, in denen ich relativ wenig Obst esse (diese gesamte Woche waren es beispielsweise 3 Bananen, 2 Äpfel und 2 Khakis). Ich esse momentan viele Fruchtgemüse und versuche, meinen Blätteranteil zu steigern. So richtig viele leckere Salate finde ich allerdings nicht und auch von den leckeren ist bei mir nach 2 Händen pro Mahlzeit der Geschmack am Ende - auch hier zwinge ich mich allerdings zu nichts, sondern mach jetzt erstmal mit dieser Menge weiter (meine Salate esse ich gemischt mit einem Löffel Öl und Kräutern). Was ich ja liebe sind Smoothies mit Kohl und ein wenig Obst - gibt es nicht jede Woche täglich, ist aber so eine kleine Belohnung für mich und Kohl mag ich ohne ordentlich Dressing noch nicht so wirklich :)
An Sprossen/Keimlinge habe ich mich noch nicht rangetraut - da bin ich gerade in der Informationsphase. Ich habe nicht vor, meine kompletten Mahlzeiten darauf aufzubauen, aber denke doch, dass sie mir schmecken könnten und auch sehr gesund sind - besonders im Winter.
Im Sommer werde ich nicht nur für die Schweine sammeln gehen und freue mich schon darauf! :)

Das was mir nicht schmeckt, lasse ich sowieso! Wie oben schon geschrieben - ich bin absoluter Fan von Rohkost, werde mich aber zu nichts zwingen. Und ja, wenn ich Appetit auf irgendetwas habe (sei es rohköstlich oder nicht) und ran komme, werde ich das essen. Wenn mir etwas nicht schmeckt (und ich weiß, dass es essbar ist), kommt es raus aus dem Mund, ich versuche es am nächsten Tag nochmal und dann lasse ich es erstmal, wenn ich es immer noch nicht mag :)


Nach oben
BeitragVerfasst: So 16. Okt 2016, 21:08 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
ich kann dir da leider null helfen da ich zuviel Rohkost auch überhaupt nicht vertrage, finde das Thema aber irgendwie spannend.
Und die Ausführungen von Murx sind auch klasse.

Ich muss sagen, ich könnte mir absolut gar nicht vorstellen auf warmes Essen zu verzichten! Vielleicht mal einen oder zwei Tage, aber länger?
Vermisst du nicht Nudeln oder mal ne Pizza oder so? :mrgreen:

Ich find es echt wahnsinnig interessant und wünsch dir alles Gute dabei

ach so, bin aber sicher, wenn du mal ne Woche mehr Obst und mal weniger isst, dann ist es das was der Körper braucht


Nach oben
BeitragVerfasst: So 16. Okt 2016, 23:27 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Für diejenigen, die Rohkost gar nicht vertragen, aber den Anteil von Rohkost in ihrer Ernährung ein wenig anheben wollen, probiert es mal mit grünen Smoothies ... (also die mit blättrigem Pflanzenmaterial drin, nicht die Gekauften mit Zuckerpampe und Farbstoff drin :D)
Viele Menschen, die einen derartig kaputten Darm haben, daß sie sogar Rohkost nicht mehr vertragen, kommen über Smoothies wieder auf eine gesündere Ernährung.
Was auch sehr gut tut, das ist Schwarzkümmelöl ... oder einfach Blätter von Sträuchern und Bäumen (allerdings in sehr kleinen Mengen, der Darm muß sich erst an sowas Faseriges gewöhnen, der Nachteil halt, ein Allesfresser zu sein)

Als ich fast nur noch Rohkost gefuttert hab, hatte ich nicht mal mehr Appetit auf Pizza, als ich sie gerochen hatte - dabei hatte ich früher sehr gern Pizza gegessen.
Ich probier es halt immer mal wieder mit der Pizza, so ein bis zweimal im Jahr - aber so wirklich was mit anfangen kann ich damit inzwischen nix mehr - im Gegensatz zu Döner und Pommes ... selbst vier Jahre Abstinenz hatten mich von dieser Sucht nicht befreit.
Nudeln mag ich auch nur noch in Form möglichst langer Spaghetti ... oder etwas, was man ähnlich mit Tomatensauce und viel Käse auf eine Gabel aufrollen kann. Es sind also nicht mehr die Nudeln selbst, das können auch in Streifen geschnittene Algen oder so sein. Das ist einfach nur der Spaß, etwas möglichst langes mit möglichst viel Tomatensauce und Käse so auf eine Gabel aufzurollen, daß man das ganze Kunstwerk auch noch in den Mund schieben kann :lol:

Bei der ersten Beschreibung dachte ich gleich an den Konz und ähnliche furchtbarliche Rohkostlehren ... aus irgendwelchen Gründen sind die meisten Lehren vegan - und zwar extrem vegan!
Also ein Leben lang kein Ei und Co ...
Dazu kommt bei vielen dieser Lehren die Obstlastigkeit ... mehr wie 30% Früchte (einschließlich Fruchtgemüse) sollten es nicht werden.

Fleisch hab ich gekocht noch nie wirklich gut vertragen, roh dagegen tut es mir richtig gut. War schon so, als ich Kind war ...
Einzige Ausnahme:
Ab und an mal ne Rinderkraftbrühe - oder ne Ochsenschwanzsuppe ohne Fleisch ... das Fleisch bekommt dann mein Mann in die Suppe, er ist eh überzeugter Kochköstler. Er hat zwar meine extreme Rohkostzeit tapfer mitgemacht, aber nach nem halben Jahr hat er fast schon drum gebettelt, ich möge ihm doch bitte irgendwas kochen ... egal was ...

Wichtig ist bei mir (nicht nur aus weltanschaulichen Gründen) eine hohe Wertigkeit der Knochen bzw des Ochsenschwanzes, der da ausgekocht wird - wenn das kein Weidefleisch ist, bekommt mir die Brühe nicht - auch dann nicht, wenn ich nicht weiß, daß mir da jemand heimlich die Brühe ausgetauscht hat.
Es ist einfach ein Riesenunterschied, ob man Biofleisch nimmt, was gewöhnlicherweise von Tieren stammt, die spätestens im Winter im Stall standen und dann auch noch von Silage bis ka, was alles zugefüttert bekamen, oder ob es wirklich ganzjährige Weidetiere waren, die keinen Stall kannten und bestenfalls im Winter Heu als Zubrot bekamen.

Dann - wenn du dich wieder versuchsweise auf Fleisch einläßt, dann solltest du dran denken:
1. roh ... und nur roh - dein Magen produziert bei gekochtem Fleisch zuviel Galle und Magensäure, das daut dir im Schlimmstenfalle die Magenschleimhaut an. Kochköstler dagegen haben oft Probleme mit rohem Fleisch - sie produzieren zuwenig Magensäure, die reicht nicht aus, rohes Fleisch zu denaturieren.
2. Kleine Mengen - keine ganze Portion auf einmal ... wenn du hauptsächlich von rohen Pflanzen lebst, stellt sich dein Körper drauf ein. Schon dein Magen wird mit zuviel Fleisch auf einmal überfordert.
3. Keine Pflanzen zusammen mit Fleisch ... wird Beides anders verdaut und es ist für den Menschen mit Sicherheit auch nicht natürlich, rohes Fleisch mit Pflanzen zusammen zu essen.
Entweder hat der Mensch das rohe Fleisch für die Horde mit nach Hause gebracht, wo es dann gebraten oder gekocht wurde (mit Pflanzen, welche die zu starke Magensaftproduktion ausglichen) oder aber er hat es dort roh verspeist, wo er das Tier umgebracht hat.
Völker, die auch heute noch rohes Fleisch essen, wie die Eriträer oder viele nordische Völker, essen das Fleisch auch heute noch ohne alles - bzw nur mit ganz bestimmten Pflanzen, die zudem auch noch ganz speziell zubereitet werden (Kaffee ist beispielsweise eine fleischverträgliche Pflanzenzubereitung :D)
Wobei - die Eriträer futtern auch Fladenbrot zum rohen Fleisch ... das verträgt sich eigentlich nicht, wird aber wohl damit zusammenhängen, daß sie keine echten Rohköstler sind, sondern für Afrika typisch viel durchkochen.
4. Ganz wichtig - Weidefleisch!
Weidefleisch <> Biofleisch ... Weidefleisch heißt, daß das Tier ganzjährig auf der Weide rumgelaufen ist, im arttypischen Verband (also Schweine in ner Rotte, Rinder in einer Herde etc) und nicht mit Kraftfutter zugefüttert wurde, sondern nur mit arttypischen Futter, wo die Weide zuwenig hergibt (Wurzeln für die Schweine, Heu fürs Rind.)
Ich wette, wenn du das beachtest, wirst du es auch vertragen ...

Ansonsten - du brauchst kein Fleisch essen, wenn du Eier hast ... sie erfüllen den gleichen Zweck. Einmal die Woche nen rohes Ei reicht dabei schon - oder wenn du magst, halt mehr. Das muß eh jeder für sich selbst herausfinden. Ich hab auch Rohköstler kennengelernt, die ihre tierische Ration nur vierteljährlich zu sich nahmen, dann allerdings meist Rohmilchkäse ... auch das funktioniert.
Allerdings wirkt nix so gut gegen das Frieren, wie ne Rinderkraftbrühe aus ausgekochten Knochen :D


Zu den Früchten vielleicht ne kleine Daumenregel für den Anfang:
Der Fruchtanteil des Futters sollte für uns Menschen im Durchschnitt 30% nicht übersteigen - klar, gibt Tage, da kann man die Obstzeit voll ausnutzen und dann von Süßkirschen leben, aber dann muß es auch wieder Tage geben, wo es kaum Früchte gibt - wenn du das etwa so hältst, machst du das doch schon richtig :D
Ich hatte mir halt von Orkos Südfrüchte schicken lassen - und die waren richtig lecker, nicht dieses geschmacklose Zeugs an der Biotheke, was fälschlicherweise mit Mango oder Banane ausgezeichnet ist, sondern so richtig saftig lecker, zehn Meilen gegen den Wind riechend, was es ist ... tja, und so hatte ich halt monatelang von fast 80% Obst gelebt ... war nicht gut, meine Gelenkschmerzen nahmen damit zu, meine Zähne wurden locker. Dann hatte ich zum Glück doch noch die Kurve gekriegt und stieg um auf Wildpflanzen, viel Wildpflanzen, Nüsse, Eier, Fleisch, Seefrüchte ... (Süd)Früchte waren immer noch in der Ernährung, aber nicht mehr so viel. Und damit gings mir dann wieder deutlich besser.

Sprossen ist übrigens ganz einfach ... du besorgst dir für den Anfang Mungobohnen, nimmst dir ein Glas und haust dir die Mungobohnen da rein. Ordentlich Wasser draufkippen, stehenlassen.
Nach nem halben Tag schüttest du das Wasser samt Mungobohnen in ein Sieb, spühlst die Mungobohnen sehr gut mit kaltem Wasser ab, packst sie wieder zurück ins Glas und haust Wasser drauf ...
Wenn du so die Mungobohnen zwei Tage lang behandelt hast, brauchst du nicht mehr bis oben hin Wasser reinzupacken, es reicht aus, die nassen Mungobohnen zurück ins Glas zu tun und irgendwas draufzustellen oder drüberzubabberln, damit die Mungobohnen nicht austrocknen. Nur spühlen morgens und abends - das ist wichtig!
Sobald die Mungobohnen anfangen zu keimen - guten Appetit :D

Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, kannst du auch andere Samen keimen lassen und einfach ausprobieren ... einige Keime werden dir nicht schmecken, andere wiederum sehr gut, die gutschmeckenden sind die richtigen für dich - das Prinzip ist denke ich klar :D


Nach oben
BeitragVerfasst: Mo 17. Okt 2016, 18:17 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
@Traber: ne, gerade Pizza, Nudeln und sowas vermisse ich gar nicht - das ist nur im Notfall okay und dann kriege ich nicht viel davon runter ;) Also die ersten 3 Bissen davon schmecken mir... Danke für deine guten Wünsche :)

@Murx: oh ja, grüne Smoothies sind so lecker! *-* Und ohne hätte ich noch weniger blättriges in meiner Ernährung.
Pommes gehen bei mir auch immer :D Pizza und Nudeln - wie oben schon geschrieben - finde ich ziemlich genau 3 Bissen lang echt lecker und nach ner halben Portion bekomme ich es gar nicht mehr runter :X das mit den Nudeln bei dir ist echt lustig :D

Wer ist Konz?? Ich bin noch immer in der Informationsphase - habe davon gehört, mich ein wenig eingelesen, verschiedene Richtungen gelesen (80-10-10 scheint beliebt zu sein - aber viel zu viel rechnen) (und ach mal die Ernährung von Bonobos und Schimpansen gelesen :schäm: :D ) und mache jetzt das, was ich lecker finde - nur muss ich meinen blättrigen Anteil definitiv erhöhen... Ich glaube, den Namen habe ich schonmal gelesen...

Mit Fleisch und Milch habe ich ja so meine Probleme und vermisse beides auch echt nicht - Eier mag ich, aber Mengen könnte ich davon auch nicht verzehren. 1-2 mal pro Woche ist da schon eher viel :)

vor rohem Fleisch ekle ich mich ehrlich gesagt. Es anzufassen oder auch mal zuzubereiten stört mich nicht. Aber das so zu essen...baaah ne :? Danke trotzdem für deine Ausführungen diesbezüglich! Das ist wirklich sehr interessant! :)
Und Eier bekomme ich roh noch nicht hin ;) bin gerade soweit, sie als Rühr- oder Spiegelei nur wenig zu braten - weiter bin ich noch nicht gekommen.

Diese 30% (wenn Fruchtgemüse dazuzählt) übersteige ich definitiv um weites. Hast du irgendwellche "Rezepte", die Grünzeug für Menschen, die das nicht in großen Mengen gewohnt sind, lecker sind? :schäm: Obst ist bei mir gerade noch der Ausgleich für den Haufen Süßigkeiten, den ich so in mich reingedreht habe - es ist mir lieber, ich esse etwas mehr Obst und dafür nur eine Schokolade und eine Packung Kekse pro Tag :schäm: Aber das ist wie gesagt eh von Tag zu Tag, von Woche zu Woche verschieden :)

ich werde mir die nächsten Tage mal Samen bestellen - danke für den Tip mit den Mungobohnen für den Anfang! :) Ich weiß nur noch nicht, woher ich sie nehme. Aber das regel ich die nächsten Tage :D
Ja, was schmeckt ist gut, was nicht können hoffentlich die Schweine haben :D


Nach oben
BeitragVerfasst: Mo 17. Okt 2016, 22:28 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Franz Konz hatte sich die Urkost ausgedacht ... eine rohköstliche vegane Ernährungsweise, die davon ausging, daß der Mensch, sollte er diese Kost strikt anwenden, nie krank werden würde - überhaupt seien Ärzte und Co nur am Geldverdienen interessiert, sollte man nicht hingehen - sondern sich halt nach seinen Lehren ernähren.

Er ging davon aus, daß man sich allein von Wildpflanzen, die nicht gewaschen werden dürften, ernähren könnte. Der Fruchtanteil ist bei den Konz-Jüngern im Schnitt sehr hoch, was eventuell ihre lockeren und schlechten Zähne erklären könnte ... allerdings muß man auch dazusehen, daß eine Ernährung, wie sie Konz empfiehlt, ohne Supplemente eh nicht funktionieren kann.
Prekärerweise existieren Filme im Internet, die Konz, oder eine Person, die ihm verblüffend ähnlich sieht, gutbürgerliche Kochkost mit Bierchen zeigt - Konz selbst predigte, nix zu trinken, in der Nahrung sei genügend Flüssigkeit drin. Wenn diese Filmchen echt sind, dann ist Konz ein ziemlich übler Betrüger, denn er behauptete bis zu seinem Tode, er hätte sich mit seiner Familie genau an seine Vorgaben gehalten ... hmm ...

Eines muß man Konz allerdings lassen - egal ob er nun nach Urkost lebte, oder ob er nur vorgab, nach Urkost zu leben, er war tatsächlich bis zum Tode gesund.

Übrigens - Schimpansen und Bonobos sind unsere wilden Verwandten - die meisten Menschen können sich noch immer so ernähren, wie sie sich ernähren, ohne an Mangelerscheinungen zu leiden.
Ist also gar nicht so schlecht, sich mit der Ernährung unserer wildlebenden Verwandschaft auseinanderzusetzen ...

Ich entnehme dem letzten Post, du bist noch ganz neu bei den Rohköstlern? :D
Ich empfehle dir, dich mal im Rohkostforum umzusehen, die Leute dort sind größtenteils sehr nett und vor allem nicht so extrem (najagut, das mit dem Extrem kann man jetzt nicht von jedem dort behaupten, aber auch die sind eigentlich eher sehr nett, man muß nur den gesunden Menschenverstand einschalten, wenn man sie liest. Aber das ist ja in fast allen Foren so ... )

Ich selbst mach mir gar nicht die Mühe, irgendwas zuzubereiten (außer für meinen Mann natürlich) ... deshalb hab ich leider auch keine Rezepte parat - insbesondere keine ohne Sahne. Dort im Forum wirst du allerdings einiges finden, wenn du ein wenig suchst, ich denke, da ist für jeden was dabei.

Und ja - Obst ist immer noch deutlich gesünder, wie die gleiche Menge in gesüßter Schoki und Keksen :D
Ach ja ... um dich ein wenig zu verführen, kennst du schon Rohkostschokoladen?
Inzwischen gibts sogar ein paar Sorten, die man in Bioläden kaufen kann.^^


Nach oben
BeitragVerfasst: Mo 17. Okt 2016, 23:48 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
ahh, das ist also Konz! Danke - er klingt tatsächlich skurril...

das dachte ich mir auch - nächste Verwandte und so :) Mal sehen, in wieweit ich da zurück greife.

Jein - in der bewussten Rohkost bin ich recht neu. Ich beschäftige mich seit ca 2 Monaten damit. Meinen rohen Anteil hoch gesetzt habe ich schon ab Herbst 2015. Bei meinem aktuellen Anteil und diesem "zu Hause über 90% roh, unerwegs wie es eben geht" bin ich vor etwas mehr, als 2 Monaten angekommen. Da mir ab da dauernd gesagt wurde, wie ungesund das doch ist, ich mich aber so gut wie nie gefühlt habe, habe ich das recherchieren angefangen :)
Dieses Forum sehe ich mir mal an! Die, auf die ich bisher gestoßen bin waren dann doch eher - ehm sehr regelgeil :D

Ich bereite auch sehr wenig zu - das beschränkt sich auf das kleinschnippeln von Gemüse, das dann über Salat mit etwas Öl kommt (sonst ist mir der Salat irgendwie zu... salatig? :D ) Ich suche deshalb nach Möglichkeiten, mich erstmal auszutricksen und mich so an den Salat oder rohen Kohlgeschmack zu gewöhnen - ich finde es nicht schlecht, aber mehr als zwei Hände voll am Stück schaff ich dann doch nicht...

Rohkostschoki? Wo? Wie? Was? Haaaaaabeeeen *-*


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2016, 10:07 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Es krankt an allen Ecken und Enden, was Ernährung in Deutschland angeht - geht nur mit Regeln ... und die müssen strengstens befolgt werden! Sonst passiert was Ungeheuerliches!
Mußt du doch einsehen!
Und außerdem ist immer noch die Ernährungsweise, die man für sich selbst ausgedacht hat bzw für sich selbst übernommen hat, die einzig Richtige und Gesunde - alle anderen irren ausnahmslos!
Ist so - glaub mir! :hm:

Als ich mit der Rohkost angefangen hatte, war das Rohkostforum das Erste, was den Versuch startete, alle Rohköstler mal in ein Forum zu bekommen ... nunja ...
Da ist ja schonmal der ethisch angehauchte Unterschied vegan - carnivor ... diese Kluft zwischen den carnivoren Instinctos und dem veganen Rest erschien unüberbrückbar! Man lernte nicht voneinander, man versuchte, die eigenen Weltanschauungen den Anderen aufzuzwingen ...

Nun sollte man meinen, daß wenigstens die veganen Rohköstler sich zusammenraufen würden ... *räusper*
Nun, das Forum hatte damals noch die Unterforen, wie Urkost, Sonnenkost, Lichtkost ... nun, und selbstverfreilich sah man die eigene Rohkostrichtung noch extremer, wie die Gurus, welche sie anführten ... so im Großen und Ganzen, es gab etwas weniger Mord und Totschlag, wie in den spezialisierten Rohkostforen, aber wirklich friedlich ging das damals auch nicht ab.

Inzwischen fängt man an, über den Tellerrand zu schauen - es gibt immer mehr Rohkosttreffen zum Kennenlernen, es wird zunehmend der eigene Verstand eingeschaltet, man kann langsam auch die Meinung des Anderen einfach mal so stehenlassen ... also kein Vergleich mehr zu dem, was noch vor einigen Jahren abging.
Aber dieses du MUSST 100% roh leben, sonst gehörst du nicht zu uns, oder du MUSST vegan leben, weil alles andere ist unethisch etc, das ist leider immer noch ganz schwer verankert in den Köpfen einiger Leute ... wirst du sehen, wenn du dich da rumtreibst.
Dabei wäre die menschliche Ernährung doch so einfach ... eß, was dir schmeckt und dir bekommt, lebe bewußt und überleg dir, woher du dein Essen besorgen willst, beweg dich, auch wenn das ein wenig schwitzen bedeutet ... dann gibts halt keine Veganer, Rohköstler, Paläos, what ever mehr - sondern nur flüssige Übergänge.
Und?
Wäre das so schlimm?

Was die Rohkostschokoladen angeht - wenn du mal in den Bioladen gehst, schau mal, ob die Lovechock dahaben - das sind rohköstliche Schokoladen für den Einstieg. Der Preis hält einen dann schon vor einem übermäßigem Genuß ab :D
In die Biosupermärkte drängt nun auch Bio Ombar ... die haben teilweise auch sehr gute Sorten bei, die für den Einsteiger geeignet sind.

Wer sich nicht scheut, im Netz zu bestellen, hat die größere Auswahl ... beispielsweise bei Raw Living
Für mich gibts da derartig viel Süßkram, ich darf da gar nicht auf die Seite gehen, sonst bin ich wieder ein Vermögen los und hab Bauchweh, weil es nunmal Süßigkeiten sind, die man besser NICHT als Hauptspeise essen sollte ... *hüstel*

Inzwischen gibts auch die ersten Rohkostschokoladenrezepte im Netz, beispielsweise hier


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2016, 11:33 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Ja, Murx! Schande über mich :nein: Ernährung geht defiitiv nur über sehr strenge Regeln - man lebt schließlich, um zu Essen! :taetchel:

In das Forum arbeite ich mich die nächsten Tage mal ein - mal sehen, was da abgeht! Ich bin sehr gespannt auf die Infos und die Mentalität :)
Ach du Scheiße... was ging denn da ab??! Und was ist Licht- oder Sonnenkost? *googel aschmeißen*

Ja, dieses "du musst" und weniger als 100% gibt es nicht, ist schon bei den Veganern extrem. Ich esse überwiegend vegan (zum einen aus ethischen Gründen, zum anderen, weil mir das meiste tierische nicht bekommt und/oder schmeckt) - aber wehe ein Veganer bekommt mit, dass ich ein Crossaint gegessen habe :roll: ich meine - ich verstehe die ethischen Begründungen absolut und bin genauso gegen die Masse an tierischen Produkten, die in der westlichen Welt verzehrt werden und von der Herstellung mal ganz abgesehen... Und mit Milch habe ich mittlerweile echte Differenzen - aber so ein Crossaint oder ein heißer Kakao im Winter schmecken mir einfach so gut, dass ich das auch mal mit Milch nehme, wenn ich es nicht mit Pflanzemilch bekomme...

Ich fände flüssige Übergänge vor allem als Einsteiger viel interessanter, weil man dann erst sieht, wie vielfältig Ernährung ist oder sein kann!

Dann mach ich mich auf die Suche nach einem Bioladen :D Ich bin ja noch nicht so lange hier...
Ud das mit dem Preis - dann wird es teuer für mich... einmal angefangen kann ich Schoki leider nicht mehr weglegen :(

bekomme ich bei raw living auch Saatgut? Ich will jetzt endlich mal anfangen zu keimen. Aber anscheiend eignet sich ja nicht jedes Saatgut - logisch die großen Firmen wollen ja die Landwirte von sich abhängig machen (das ist mittlerweile Gesprächsthema Nr1 bei meinem Onkel in der Hauptaussaat) - dann kommt man als Laie sowieso nicht einfach an keimfähiges Saatgut.
Und ich glaube, es war nicht gut, dass du mir die Seite empfohlen hast - ich trau mich gar nicht, da drauf zu gehen...

Und das Rezept... ich bin dann mal einkaufen :D


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 18. Okt 2016, 21:50 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Ich versteh die ethischen Hintergründe immer weniger ...
Was ist daran besser, Sojaprodukte aus tropischen Ländern zu essen, für die ganze Urwälder plattgemacht wurden? Wäre da heimisches Rindfleisch aus ganzjähriger Weidehaltung nicht besser, zumal eine Weide, die das zuläßt, gleichzeitig Heimstatt für viele Tiere ist, die in unserer Ackerlandschaft schon lange keine Bleibe mehr finden?

Haben denn Pflanzen kein Recht auf Leben?
Immerhin kommunizieren sie mit einer ganzen Reihe von Organismen, die nicht ihrer Art sind - es gibt nur wenige Tierarten, die das überhaupt können! Etliche Tierarten haben ja schon Probleme, mit ihren Artgenossen zu kommunizieren.

Am Schlimmsten sind dann die Veganer, die aus Bequemlichkeit und Kostengründen konventionell einkaufen gehen und damit die Ausrottung von etlichen Insekten durch diverse Insektenvernichtungsmittel in Kauf nehmen - aber Hauptsache vegan, oder wie?

Oder Schuhe aus Erdölprodukten - als wenn der Abbau, Transport und Weiterverarbeitung von Erdöl keine Tierleben kosten würde ... im Grunde genommen gehen da ganze Biotope drauf! Mit allem, was dazugehört: Pflanzen, Tiere, Pilze, Bakterien etc etc etc ...
Find ich viel schlimmer, wie Schuhe aus pflanzengegerbten Leder einer Kuh zu tragen, die auf einer Weide weidete, welche etlichen bodenbrütenden Vogelarten, Insekten etc eine Heimstadt bietet und wo die Gerbstoffe von Pflanzen stammen, die wiederum aus intakten Mischwäldern stammen.

Ich verstehe halt die Hintergründe der veganen Bewegung aus ethischen Gründen nicht - und noch weniger verstehe ich, weshalb das so verbissen gesehen werden muß!

Was ich verstehe, das sind solche Argumente, mir gehts vegan besser, ich fühl mich leichter und gesünder damit - oder einfach nur, vegan schmeckt, tierisches nicht ... jeder Mensch ist verschieden - also warum nicht? :D

Wofür willst du Saatgut?
Für Keimfutter reicht doch das aus, was man so im Bioladen oder bei Birds and More oder ähnlichem bekommt, du kannst da wirklich alles keimen, was Bio ist oder wenn konventionelle, wenn es nicht gerade zu den Top10 der Agrarindustrie gehört ... oder willst du dir dein Futter anbauen? :D
Außerdem kann man sich auch vieles Sammeln und keimen lassen ...

Klar, für den Anbau brauchts dann schon größere Mengen - aber selbst da gibt es genügend Onlineshops, wo man Saatgut und Saatkartoffeln alter Sorten herbekommt.
Nur eine kleine Auswahl:
Garten des Lebens
Dreschflegel
Magicgardenseeds
VERN
... und falls das nicht reicht, dann noch eine andere Aufstellung verschiedener Shops, wo man altes Saatgut herbekommt:
Die Welt ist im Wandel

Ich wollte, es gäbe so viele Shops, wo man das fertige Gemüse kaufen kann ... aber die sind doch noch recht selten. Wobei - es gibt auch sie ...

Übrigens, wenn ein Onkel das Gefühl hat, von den großen Saatgutfirmen abhängig zu sein und da was gern ändern möchte, sollte er sich mal überlegen, ob er nicht einfach mal ein wenig Mut aufbringt und etwas anderes probiert - er muß ja nicht gleich seinen gesamten Acker dafür umbuddeln und ne Magentaspreenmonokultur ersatzweise hinknallen - reicht ja schon aus, wenn er im Kleinen beginnt, ne kleine Permakultur aufzubauen und diese immer weiter auszuweiten ... klar, er muß da viel ausprobieren und sich selbst um Vermarktung und so kümmern - und am Anfang hat er auch deutlich mehr Handarbeit, weil er sich alles erstmal beibringen muß und dann schauen muß, welche Maschinen er umfunktionieren kann oder wie er Tiere so einsetzt, daß nicht er die Arbeit, sondern die Tiere ihr Auskommen haben ...

Manch ein verweichlichter Städter schafft deutlich mehr, wie die heutigen Landwirte - sie bauen sich einfach ihre alternative Farm auf ... und viele haben damit Erfolg und mehr Gewinn pro Ha, wie die Landwirte, die von ihrem Wissen aus dem Studium nicht wegkommen ... nur sind es genau diese studierten Landwirte, die sich abhängig machen lassen von den großen Saatgutfirmen, die Saatgutfirmen würden sich ganz schön umgucken, wenn plötzlich jeder seinen Magentaspreen zwischen die Erdmandeln und die Braugerste setzt und das ganze mit Weiden und diversem alten Obst einrahmt.
Wir brauchen kein Weizen, wir brauchen keinen Raps, wir brauchen keinen Mais. Was wir brauchen, ist genau das, was die Agrarindustrie schon lange nicht mehr als Saatgut liefert.
Wenn Landwirte sich einreden lassen, daß solche alten Gemüsesorten oder alte Bewirtschaftungsmethoden oder neuentwickelte Permakulturverfahren nix bringen, ohne es je selbst auszuprobieren, sind sie selbst an ihrer Misere Schuld!

Irgendwann wird allerdings der Tag kommen, an dem ihnen die Kunden wegrennen ... das ist jetzt schon in der Fleischindustrie soweit, solche Leute, wie ich, sind bereit, für hochqualitatives Weidefleisch 20 - oben offen Euronen zu blechen - aber nur für die Garantie, daß nix zugefüttert wird, was nicht ins Tier reingehört und das Tier wirklich ohne Stall auf großzügigen, artenreichen Weiden leben darf ... aber den Sondermüll aus den Tiermastfabriken, den können die gleich auf den Müll schmeißen, den will doch eh keiner mehr haben. Deshalb sind doch die Erzeugerpreise so im Keller!
Das Kilo Sondermüll-Schwein kostet inzwischen unter 1,70 Euro das Kilo!
Das ist weniger, wie die Landwirte für die Aufzucht eines Kilos Schweins brauchen - ohne staatliche Unterstützung ginge das schon lange nicht mehr und die wären alle pleite!
Gleiches gilt auch für Weizen, Raps etc ... nur daß dieser für teures Geld aufgekauft und in Energieanlagen verbrannt wird oder zu Kraftfutter für Massenhaltungstiere und Heimtierfutter verarbeitet wird. Damit liegen die Erzeugerpreise noch höher wie die Kosten. Aber auch hier wird das nicht mehr lange so bleiben ...


Nach oben
BeitragVerfasst: Mi 19. Okt 2016, 20:22 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Da aber ich aber ein Thema losgetreten :D

Also zu meinen ethischen Gründen gehören ehrlich gesagt die Art und Weise, wie die Tiere gehalten und geschlachtet werden. Das akutell Gängige ist wirklich produzieren. Sowohl bei konventioneller Landwirtschaft, als auch bei konventioneller Tierhaltung. Und das geht mir absolut gegen den Strich.
In meiner Heimatstadt habe ich noch nicht einmal einen Bioladen gefunden - der einzige Metzger, der zumindest auf einigermaßen artgerechte Haltung und Fütterung geachtet hat, war auch nicht Weide-/Freihaltung.
Ob es mir dann schmeckt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Und so lange ich keine Lust darauf habe, kaufe ich es auch nicht ;) gerade bei tierischen Lebensmitteln bin ich da strikt.
Selbstverständlich hat sich das auch alles geändert. Mit 9 habe ich vegetarisch begonnen, weil mir die Tiere leid taten. Aber Veränderung ist ja normal und gerade in der Pubertät in großen Dimensionen nicht ungewöhnlich.

Ja, Pflanzen haben auch ein Recht auf Leben. Allerdings bin ich mir da - im Gegensatz zu Tieren - nicht sicher, ob sie Schmerz empfinden, leiden können. Dass sie kommunizieren finde ich unglaublich spannend und es gibt ja auch ein Warnsystem bei Beschädigung. Allerdings bin ich mir da nicht sicher, denke aber bisher, dass das nur warnen vor Zerstörung ist. Was jetzt nicht heißt, dass ich durch die Welt gehe und Pflanzen unötig abrupfe oder zerstöre! Ich hole nur Futter für die Schweine und ab Frühjahr auch für mich - Rasen kurz mähen fand ich schon immer unsinnig und schade ;)
Und eine gute Weide - ja, die ist wirklich viel Wert und gegen Weidefleisch und ordetliche Schlachtung und Verwedung von diesem Leder, etc habe ich auch nichts einzuwenden ;)

Der nächste Bioladen war in der nächsten größere Stadt (ich kenne da bis heute genau 2 Läden) - mit den öffentlichen wäre ich in ca 40-50 min an den Läden gewesen. Da ich aber so gut wie nie dort bin, finde ich ehrlich gesagt die Zeit und auch das Geld verschwendet. Märkte gibt es in unserer Gegend kaum - und dann sind die Fleischanbieter meist nichts oder oder kaum was anderes, wie die Großkonzerne in klein und das Gemüse ist zwar offiziell Bio, aber so wirklich glaube ich daran nicht. Die Biosiegel (wenn überhaupt) waren eher mau besiedelt und i unserer Gegend wird sehr viel direkt an der Autobahn oder zumindest Bundesstraße angebaut.
In meiner neuen Bleibe... ich bin froh, dass ich zur FH und zur Arbeit finde :schäm: ich muss hier erst recherchieren, bevor ich etwas zu der Situation sagen kann. Und so lange muss ich auf das Bio von Aldi und Edeka zurückgreifen und einiges gibt es dort leider nicht in Bio.

Soja finde ich auch definitiv nicht gut, wobei der meiste Soja für den menschlichen Verzehr angeblich nur aus österreich kommt - wo er nicht hingehört. Soja fällt bei mir unter die gleiche Kategorie, wie Süßigkeiten: geh ich hungrig einkaufen, landet das schomal im Magen. Spätestens nach dem Verzehr weiß ich wieder, weshalb es nie auf dem Zettel steht.

In der Hinsicht bin ich auch eher bequem, weil es bisher einfach ein riesen Aufwand für mich war und ich auch bis vor einem Jahr komplett und zwischendurch nochmal fast ein halbes Jahr großteils bei Mami und Papi gewohnt habe. Ich versuche dann zumindest möglichst viel aus Aldi, Lidl, Rewe, Edeka - was ich eben erreiche - bio zu kaufen. Toll ist das nicht, aber zumindest ein wenig besser, denke ich.
Ich habe auch schon über solche Gemüsekisten nachgedacht, mal sehen, was das so gibt - ich bin noch skeptisch.

Gerade bei Kleidung tu ich mich sehr schwer, gute Sachen rauszufischen. Und dann sehen viele Dinge, die ökologisch sind, leider nicht in Ordnung für eine Krankenkasse aus (meine Arbeit ist ein Thema, auf dass ich hier nicht weiter eingehen will - ich ziehe mein BWL Studium da jetzt durch. So ganz klar bin ich mir darüber nicht mehr, was ich davon halte) - wenn dann meine einzige langärmelige Bluse an einem echt kühlen Herbsttag kaputt geht, dann greife ich zum nächsten Laden in der Innenstadt, in dem etwas angemessenes hängt. Ich hab einfach kaum Ausweichmöglichkeiten in meinem Kleiderschrank.
Gut ist dieses Vorgehen mit Sicherheit nicht, aber bei Kleidung und Schuhen tu ich mir aktuell richtig schwer, einen Mittelweg zu finden.

Das verbissene mag ich auch überhaupt nicht und mittlerweile habe ich bei viel zu vielen das Gefühl, dass es nur aus Trend gemacht wird. Ob denen das pflanzliche Zeug schmeckt oder nicht, ist komplett egal und als Grund wird immer "aus Ethik" genannt, ohne dass sich mit der Thematik auseinandergesetzt wird.

Keimt mir das auch an? Ich befürchte immer, tote Saaten zu kaufen :schäm: Da kenn ich mich wirklich nicht aus - angeschnitten ja, aber noch lange nicht eingetaucht.
Mein Futter werde ich mir in mittelfristiger Zukunft selbst anbauen, ja. Den Wunsch habe ich schon seit ein paar Jahren und als Mama vor 2 Jahren 3 Gemüsebeetchen angelegt hat und mir bewusst geworden ist, wie viel Obst wir im Garten haben, ist der Wunsch gewachsen :) Aber aktuell geht es erstmal um ein paar Keimlinge ;)
Das mit dem Sammeln... fressbar oder nicht für die Schweinerl erkenn ich auch ohne Name - für mich trau ich mich da noch nicht so sehr. Das les ich mir über den Winter an und beginne im Frühjahr. Ich kenn nur wenige für den Menschen fressbare Sachen aus der Natur :X

Danke mal wieder für die Links!! Du bist wirklich hilfreich! :)

Jaa, mein Onkel. Bis der von "Ich reiß mein Maul auf" zu "Ich mach was" kommt, dauert das meistens unwahrscheinlich lange - das ist das eine Problem.
Das andere Problem ist, dass er das nur nebenher macht - im Prinzip um die Familientradition zumindest ein wenig zu wahren. Wir hatten mal unglaublich viel ha - mittlerweile sind es nur noch ein paar Äcker. Und damit das nicht ins Negative kommt, hält er sich an das, was bei uns abgenommen wird (irgendwo auch logisch - er macht das als Hobby neben einem 40h Job in einem handwerklichen Beruf) - und das ist Weizen, Mais für die Biogasanlage und Zuckerrüben. Wir sind eben Weinbaugebiet und die paar wenigen Biobauern (inwieweit das Bio ist... meine Meinung dazu steht ja oben) haben echt kein rosiges Leben, v.a. weil das Wetter hier sehr schwankend geworden ist. Was ich davon halte, kannst du dir wahrscheinlich denken. Aber irgendwo kann ich es nachvollziehen.
Inwieweit er das studiert hat, weiß ich nicht mehr. Klar ist, dass er ein ganz typischer Bauer ist. "Des hammä scho imma sou g'macht!"

Ja, subventioniert werden die falschen und ehrlich gesagt kommt es mir bei den aktuellen Preisen echt hoch. Das traurige ist, dass es noch in Massen gekauft wird.
Ich hatte neulich ne Diskussion, in der jemand steif und fest davon überzeugt war, dass Milch und Fleisch aus konventioneller Produktion sehr gesund seien. Die Warnungen und Rückrufaktionen, die mittlerweile immer häufiger vorkommen, seien Teil der bewussten Panikmache unterm Volk (ich bestreite nicht, dass einiges bestimmt aufgebauscht wird - aber ehm... ja).
Meine Eltern sind auch so ein tolles Beispiel: Es wird sich über die aktuellen Umstände in der Produktion beschwert und sie wollen kein Antibiotikum mehr und eh weniger Fleisch essen... tja und dann gibt es beinahe täglich Hackfleisch, Filet oder ähnliches vom Lidl und die Wurst darf man auch nicht vergessen. Also so schnell glaube ich nicht, dass das Billigfleisch vom Markt kommt.

Achja, ich lad gleich mal mein Essen für morgen hoch, damit du eine Vorstellung vo dem bekommst, was ich so zu mir nehme.

Und heute hab ich zum Frühstück Müsli gehabt (jap, ich war gestern hungrig einkaufen, was auch am Obst, das ich gekauft habe, deutlich wird) und zu Mittag einen Salat, wie ich ihn oft esse. Tja, das Ergebnis ist, dass ich den Salat noch 3 Stunden gespürt habe. Ich glaube, Getreide sollte ich dann doch besonders morgens weglassen :D


Nach oben
BeitragVerfasst: Mi 19. Okt 2016, 20:37 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
So, hier kommt dann nochmal das, was bis morgen Nachmittag hält.
Wenn ich den Smoothie mit Bananen mache (die einzige Südfrucht, die ich am liebsten täglich essen würde :D ), dann reicht mir das den ganzen Tag.
Ich hab etwa 2-4h nach dem aufstehen Hunger, dann gegen Mittag und am frühen Nachmittag nochmal ein wenig - abends brauch ich dann gar nix mehr.
Der fertige Salat sieht zum Mitnehmen so aus (das sind etwa 1,5 Hände voll Feldsalat und Romana), da ich nicht so viel Platz habe und trotzdem satt werden will. Zuhause ist es etwas mehr Salat und dafür weniger Fruchtgedöns ;)
Der Granatapfel muss weg, weil ich jetzt 5 Tage nicht da bin - sonst hätte der mir noch 2 Tage gehalten. Ist auch viel zu schade, sich da ewig zum entkernen hinzustellen und ihn dann i 2 Tagen zu essen.
Das braune ist Leinsamenschrot, da habe ich richtig Lust drauf und will den überall dabei haben :D
Und die einzelnen Gemüse sind im Salat drin.
Das Kiwi-Granatapfel-Gemisch ist eine Kiwi und ca ein Drittel Granatapfel.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


Nach oben
BeitragVerfasst: Mi 19. Okt 2016, 23:06 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
In Anbetracht dessen, daß wir Herbst haben (Herbst ist immer fruchtreich in unseren Breitengraden) und der Winter demnächst vor der Tür steht (viel Speicherwurzeln, Knollen etc - es lohnt sich, sich beizeiten an Zimt, Knofi und Ingwer zu gewöhnen, die schützen einen vor den schlimmsten Auswirkungen der stärkereichen Winterzeit), sieht das Ganze doch schon mal gar nicht sooo schlecht aus :D

Leinsaat und Basilikum sind Gesundheitspflanzen ... es gibt kein Zuviel, es gibt nur "jetzt schmeckts mir nicht mehr ... ", was dann natürlich heißt, daß man es auch nicht mehr ißt :D

Was Saaten angeht - probieren geht über studieren.
Keine Angst vor Nichtkeimung ... das Meiste wird keimen.
Und wenn nicht, gibts dafür viele Gründe, die nix mit Pflanzensamenmanipulation zu tun hat:
- Es handelt sich um Samen, die erst gefrostet werden müssen, um zu keimen (einige Malvensamen, Apfelsamen, Bucheckern, Eicheln etc)
- Die Samen sind überlagert
- Einige Samen dürfen nicht so lange unter Wasser bleiben, wie beispielsweise Mungobohnen, sie fangen sonst leicht an zu schimmeln (ist oft bei Kichererbsen so, kommt da aber auf die Sorte drauf an)
Das sind so die häufigsten Gründe, weshalb einige Samen dennoch nicht keimen.

Zitat:
Gerade bei Kleidung tu ich mich sehr schwer, gute Sachen rauszufischen. Und dann sehen viele Dinge, die ökologisch sind, leider nicht in Ordnung für eine Krankenkasse aus (meine Arbeit ist ein Thema, auf dass ich hier nicht weiter eingehen will - ich ziehe mein BWL Studium da jetzt durch. So ganz klar bin ich mir darüber nicht mehr, was ich davon halte) - wenn dann meine einzige langärmelige Bluse an einem echt kühlen Herbsttag kaputt geht, dann greife ich zum nächsten Laden in der Innenstadt, in dem etwas angemessenes hängt. Ich hab einfach kaum Ausweichmöglichkeiten in meinem Kleiderschrank.
Gut ist dieses Vorgehen mit Sicherheit nicht, aber bei Kleidung und Schuhen tu ich mir aktuell richtig schwer, einen Mittelweg zu finden.

Und?
Du hast das Prinzip verstanden - es geht um DICH und nicht darum, was andere machen!
Und genau da seh ich den Fehler vieler Veganer, Rohköstler etc - sie schmeißen mit Steinen um sich, obwohl sie im Glashaus sitzen!
In der heutigen Zeit ist es einfach so, daß man Kompromisse eingeht - das Leben muß auch noch lebenswert sein und es darf nicht zum Selbstzweck werden, Gutmensch zu sein. Darum geht es nicht ... es geht vielmehr darum, sich einmal bewußt zu machen, daß das, was als gesund angepriesen wird und auf den Markt kommt, oftmals alles andere wie gesund und gut ist. Und dann geht es einfach darum, zu schauen, was kann man machen, was wird für einen selbst unpraktikabel - und es geht wirklich nicht darum, andere fertig zu machen, weil die mal eine warme Suppe genossen haben oder an der Weihnachtsgans bei Großeltern mitgegessen haben!

Ich selbst mußte mich teilweise als Mörder beschimpfen lassen aufgrund dessen, weil ich Fleisch esse - ausgerechnet von Veganern, die bei Aldi, Rewe und Co einkaufen gehen, weil sie zu faul und zu geizig sind, auch nur den nächsten Bioladen aufzusuchen - und hier gibts nun weiß der Geier genug Bioläden!
Es ist also keineswegs so, daß es sauumständlich ist, an Bioware zu kommen!
Dazu kommt, daß sie stolz ihre Plaste mit Elaste Schuhe tragen, weil ja kein Tier bei gestorben ist - nun, für Lederschuhe werden nicht ganze Küstenstreifen so mit Öl verseucht, daß Tausende von Seevögeln elendig verrecken!
Kurzum - meine Toleranz ist an dem Punkt zuende, wo ich von Leuten angegriffen werde, die der Meinung sind, nur weil sie vegan oder was auch immer sind, daß sie da besser sind, wie ich - und in Wirklichkeit jedoch mehr Schaden unserem Planeten zufügen, wie ich mit meiner Lebensweise!

Zu diesen Menschen gehörst du nicht - weder siehst du das Leben verbissen, noch sprichst du von Mörder, wenn jemand anderes Fleisch ist. Du tolerierst die Lebensweise anderer - also hast du es auch verdient, daß deine Lebensweise toleriert wird ... so einfach ist das :D
Da werd ich dich auch keinesfalls anklagen, daß du das Gleiche tust, wie ich ... (glaub mal ja nicht, das meine Kleidung ökologisch wertvoll ist - das ist zwar größtteils Second Hand Ware, aber Plastik bleibt Plastik, auch gebraucht) ;)

Ich selbst besorge mir viel übers Internet ... ist einfach zu bestellen und ich kann mir die Landwirte raussuchen, welche die höchste Qualität liefern. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man sich ja die Betriebe, die beliefern, vorher anschauen - wenn man nicht täglich vorbeifahren muß, ist das durchaus möglich.


Nach oben
BeitragVerfasst: Mo 24. Okt 2016, 19:06 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Ach Murx, ich genieße die Gespräche mit dir!

Zimt und Ingwer ist toll! Ich liebe es und es steht beides schon jetzt fast täglich auf meinem Speiseplan. Knobi ist nicht so meins - in warmen Gerichten in Maßen in Ordnung, roh geht der gar nicht. :D aber gut zu wissen, dass das einen kleinen Ausgleich zur Stärke darstellt!

Ach, das sind beides Gesundheitspflanzen? Erklärt, weshalb ich das teilweise wegfutter wie sonst was und dann wieder so gar keine Lust darauf habe! Lein war echt richtig notwendig - davon hätte ich mir noch was mitnehmen sollen :/

Gut zu wissen, mit den Gründen, weshalb etwas nicht keimt. Ich habe immer Angst, dass mir das nicht gekeimte schimmelt.
Morgen Abend werde ich Kichererbsen ansetzen. Die habe ich mir recht teuer bestellt - als Einstieg aber okay :)

Richtig. Es geht um mich und mein Leben, meinen Körper :) Bei Klamotten und Schuhen bin ich aber sehr unzufrieden mit mir - wenn es wenigstens Second Hand wäre - aber dieses bescheuerte Plastikzeug neu zu kaufen macht mich selbst immer wütend auf mich :D Plastik ist halt einfach echt mies...
Was mich an Menschen neben den "Gutmenschen", Predigern und verbissenen wirklich nervt, sind auch die, die mir mit "du brauchst doch xyz" kommen oder meinen, dass Lebensmittel möglichst günstig sein müssen. Wenn das dann noch Leute sind, die Massentierhaltung schlimm finden, dann kanns passieren, dass mir die Hutschnur platzt - solange mich solche Menschen nicht auf meine "ungesunde" Ernährung hinweisen, sag ich höchstens was, wenn das Gespräch eh beim Thema Fleisch oder Milch oder sonstwas ist. Wird aber gemeint, dass ich gar nicht gesund sein kann - sorry, dann ist meine Beherrschung raus und ich sag mal ordentlich meine Meinung. Ich bin tolerant, ja - aber irgendwo hört jede Toleranz auf :)

Ja, alles Mörder, die nicht die eigene Person sind.
Ich muss sagen, am Wochenende habe ich darüber nachgedacht, ein Stück Hähnchenfilet für mich mit zu holen - der weiter oben genannte Metzger hatte dann aber schon zu. Und abends hab ich nochmal ein wenig nachgedacht und musste dann an die Hühner im Garten meiner Eltern denken und war froh, dass ich keines mehr bekommen habe. Ich hatte dann einfach ein seltsames Gefühl, Tiere der Art zu essen, die "ich" auch selbst halte - die eigenen könnte ich nicht schlachten, dabei sein oder dann essen. Also das Fleischthema ist bei mir noch nicht/wieder nicht durch, aber ich bin gespannt, wohin ich komme.
Leder (aus ordentlicher Haltung und Schlachtung) finde ich sogar gut - zumindest wenn es von Fleischschlachttieren kommt. Das Wegwerfen von tierischen Materialien finde ich schlimmer, als das Verwenden. Und Leder sieht meiner Meinung nach auch gut aus, gerade wenn es diese typischen "Weidenarben" hat.

Wenn ich das Leben verbissen sehen würde, hätte ich eine ernste Depression :D Darauf kann ich verzichten. Und bei dir erwarte ich auch keine Verurteilung - und wenn, dann wäre ich auf einem falschen Weg und müsste mir diese Kritik dringendst zu Gemüte führen! Wie gesagt, deine Beiträge sind für mich immer sehr wertvoll.

Ich denke, ich werde das mal ausprobieren mit der Gemüsekiste, wenn ich nen Anbieter finde, der mir passt und zu mir liefert.


Übrigens: ich merke, dass ich viel Mist hier gegessen habe... mein Magen beschwert sich. Dafür habe ich meine Liebe zu Datteln gefunden und erstaunlicherweise schmeckt mir Ziegenkäse... Milch bleibt Milch und begeistert mich definitiv nicht, aber wenn es irgendwo mal Ziegenkäse gibt... :D


Nach oben
BeitragVerfasst: Mo 24. Okt 2016, 22:12 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Bei der Kleidung kannst du auf Viskose achten ... Viskose wird aus Cellulose, wie beispielsweise Holz, Bambus oder ähnlichem hergestellt und ist genauso wie natürlich gewachsene Cellulose biologisch abbaubar ... naja, nicht ganz genauso, aber fast ...
Auch wenn Viskose eigentlich ein unnatürlicher Werkstoff ist, ist er in der Umweltverträglichkeit durchaus mit Bionaturfasern zu vergleichen.

Bei den Bionaturfasern dürften Sojaseiden und Biobaumwolle noch am Schädlichsten für die Umwelt sein, sehr günstig verhalten sich Biolein aus Europa (immerhin wird mit dem Bioleinanbau einer aussterbenden Grasart das Überleben ermöglicht) und Hanf. Biolein aus China kommt von derartig riesigen Monokulturen - das kann einfach nicht gut für die Umwelt sein.
Auch sehr günstig schneiden Bioschurwolle, Alpakawolle, Ziegenwolle und ähnliches ab - wobei hier oft keine Transparenz herrscht, man weiß also nicht wirklich, ob es sich um Biostalltiere oder tatsächlich Weidetiere handelt - überwiegende Stalltierhaltung ist generell aus ökologischer Sicht abzulehnen, eine 100%ige Weidehaltung bei Schaf und Co leider in Anwesenheit freilebender Wölfe nicht möglich, da muß einfach ein Kompromiß gefunden werden, der sich vermutlich in Deutschland in nächtlicher und winterlicher Stallhaltung und sommerlicher Weidehaltung mit Hütehunden und Elektrozaun finden wird.

Bioseide, Tussahseide (oft auch als Wildseide betrieben) und Peace Silk können sehr umweltverträglich hergestellt werden und sind von daher zumindest unterstützungswürdig. Sowas findet sich viel bei Hess-Natur ... für entsprechendes Kleingeld, versteht sich!
Die haben auch ganz brauchbare Sachen aus Bioschurwolle etc ... naja, nebem den Ökoklischeeklamotten, die jetzt nicht so alltagstauglich für Normalbürger sind.

Was ich Online in Sachen Kleidung empfehlen kann, wäre der Hanfwaren-Shop. Ich weiß zwar nicht, warum man, nur weil man Hanfkleidung tragen will, ausgerechnet wie ein abgehalfterter Homeless-Öko aussehen muß, aber manchmal findet man dort doch Brauchbares, was man sogar in einer spießigen Durchschnittsgesellschaft tragen kann und was nicht aussieht, wie Leinsack auf weich getrimmt ...

Eine artgerechte Hühnerhaltung ohne künstliche Futtermittel hab ich bislang nur bei einigen wenigen privaten Haltern kennengelernt, was ich sonst bislang gefunden hab, ist weder artgerecht (auch nicht in Bio), noch sonderlich gut für Umwelt.
Am nächsten zu einer artgerechten Hühnerhaltung kommen noch die Hühnermobile:
Beispiel für ein Hühnermobil
Zumindest sind sie im Betrieb relativ umweltverträglich - wenn man mal vom Dieselverbrauch absieht, den man beim Umstellen dieser Wägen hat.
Ich selbst weiche auf Wildgeflügel aus ... leider hab ich bislang keinen Anbieter gefunden, der wirklich transparent arbeitet, also den ich mit wirklich gutem Gewissen empfehlen könnte. Immerhin hab ich einen gefunden, dessen Wildgeflügel keine Anzeichen von ausgesetztem Geflügel hat, was dann innerhalb der nächsten Wochen geschossen wurde und nun als Wildgeflügel verkauft wird, sondern was wirklich geschmacklich und an Fettgehalt etc alle Merkmale eines Wildgeflügels hat, welches entweder tatsächlich wild aufgewachsen ist, oder aber naturnah gehalten wurde.
Eier dagegen kommen bei mir vom Hühnermobil ... ist halt mein Kompromiß.

Gekocht mag ich schon lange kein Huhn mehr - roh hab ich es vor gar nicht allzulanger Zeit wieder probiert ... und festgestellt, es schmeckt eklig. Dabei hab ich mir gerade von dem Huhn eine Menge versprochen, es kam einer naturnahen Aufzucht schon sehr nah.
Was ich nicht wußte - es bekam Biohühnerfutter zusätzlich zur Weide ... schmeck ich inzwischen raus, irgendwas verändert ein solches Futter an der Fleisch- und Fettzusammensetzung.

Ich hab Perlhühner zum Fressen gern!
Insbesondere roh ...
Und dachte auch hier, naja, Bioperlhuhn, ist doch bestimmt gerade so eben sozialverträglich und habs letzte Woche mitgehen lassen ... nunja, ich habs kaum essen können, es war eklig vom Geschmack her, vor allem das Fett!
Ich bin mir sicher, das Perlhuhn wurde gemästet und ist mehr oder weniger im Stall aufgewachsen. Inzwischen weiß ich einfach, wie Freilandperlhühner, welche den Stall nur als Nachtunterkunft kennen, schmecken. Die werden auch nicht so groß, wie das Vieh war.


Mit Ziegenkäse und Eiern aus dem Garten hast du doch schon eine genügend große Auswahl an Tierischem :D
Wieviel du da wirklich von brauchst, mußt du eh für dich selbst herausfinden - es gibt Menschen, die mit sagenhaft wenig Tierischem auskommen, andere brauchen mehr, da gibt es einfach keine für alle Menschen gültige Regel. Da wird dich allerdings Appetit und Geschmack leiten, da bin ich mir sicher :D


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 25. Okt 2016, 12:25 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Danke für die Tips für die Klamotten! Da werde ich mich mal durchklicken, wenn ich mein Meerschweinproblem aus dem Kopf hab.
Ich finde auch Manomama sehr interessant! So sozial und so regional und ökologisch wie es geht. Die haben mittlerweile ein paar echt interessante Sachen! Und wenn meine Winterjacke den Geist aufgibt und das eine Modell noch da ist... Leider teuer, aber gerade Jacken oder auch ne Jeans (Ich liebe sie!! Und ich kann mir nicht vorstellen, mal keine Jeans im Schrank zu haben... ) halten ja ewig.
Von Frühjahr bis Herbst Weide, im Winter Stall finde ich in Ordnung. Logisch wäre rein Weide schöner, aber Kompromisse muss es überall geben. Und so schön es ist, wenn Wölfe nicht aussterben - für die Schäfer sind sie nun mal sehr unpraktische Zeitgenossen... :D
Es ist echt schade, dass die meisten Ökosachen auch nach Ökotuss aussehen... so gewinnt man keine neuen Kunden.

Interessant, dass du merkst, wie das Tier aufgewachsen ist! Aber das macht schon Sinn. Mein Geschmacks- und Geruchssinn sind auch um Welten besser geworden! Alles riecht und schmeckt interessanter. Und Städte riechen richtig ekelhaft :X

Ja, ich denke nicht, dass ich viel tierisches brauche. Das wird sich noch rausstellen. Allerdings war ich auch schon lange vegetarisch und zu Hause möglichst vegan. Und damit geht es mir super.
Auf die Eier aus dem Garten freu ich mich teilweise richtig doll! Ich nehme heute auch wieder welche mit - mal sehen, wann die dann in meinen Magen wandern. Wahrscheinlich morgen :lol:
Und Ziegenkäse - wie gesagt Milch bleibt für mich das mieseste tierische. Aber ich freue mich auf Buffets mit Ziegenkäse - schmecken tut er mir :) Mitte November wird gegrillt und das Reh kommt aus der Truhe. Da freu ich mich auch schon drauf :)
Ich denke auch, dass ich gut fahre, wenn ich das esse, was ich möchte. Mittlerweile vertraue ich meinem Geschmackssinn einigermaßen.


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 25. Okt 2016, 16:50 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Nicht alle Städte riechen ekelhaft, Berlin duftet nach Heimat!
...
... naja ... nicht wirklich ... o.O

Milch ist auch so eine Sache ... es gibt zwar inzwischen wieder Ansätze in Deutschland, wo die Kälber bei den Kühen gelassen werden - oder wenigstens Ammenkühe zur Aufzucht der Kälber eingesetzt werden, aber die haben noch keine Vertriebswege erschlossen, wo man geziehlt diese Milch kaufen kann.
Ich wäre durchaus bereit, da deutlich mehr zu löhnen für den Milchprodukteluxus!
Und ich denke, da steh ich nicht alleine da ...


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2016, 20:46 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Hi :)

Ich habe lange nicht mehr rein geschaut...

Also ich finde, alle großen Städte stinken :D Kleinstädte gehen manchmal noch...

Ich würde auch solche Milch nicht trinken/essen/wie-auch-immer. Aber das wäre mal ein toller Ansatz! Ich glaube aber nicht, dass es dafür schon genügend Abnehmer gibt. :/ Wäre aber schön, wenn die Milchproduktion wenigstens dahin gehen würde!!

Jetzt hab ich nochmal eine Frage: Ich hab die Kichererbsen angesetzt. Und ab dem zweiten Keimtag probiert (schließlich muss ich ja irgendwann raus finden, wann die gut sind...). Aber irgendwie haben die täglich ekelhaft geschmeckt und sind jetzt ca 1 Woche alt (täglich zweimal versucht zu spülen... manchmal wars auch nur einmal). Wann zur Hölle sind die lecker?? O.o Ich verzweifel...

Ansonsten bin ich in der letzten Woche wieder ordentlich zurückgefallen. Bei meinen oder den Eltern meines Freundes esse ich einigermaßen das, was auf den Tisch kommt - roh ist das seltenst und von Eisberg... naja (bei meiner Mutter ist im Moment auch wenig frisches da, weil sie kaum Zeit hat und die Familie von meinem Freund isst schon frühs Wurst und außer ein wenig Obst, Eisberg und hin und wieder mal ein anderes Gemüse ist nix frisches da...). Das endete dann mit Zahnfleischbluten, pochen im gesamten Mundraum und Zahnschmerzen, heiße, sehr trockene Hände (also ne trockene Haut hab ich eh, aber es ist mal wieder extrem), dazu irgendwie ein flaues Gefühl im Magen und Kopfaua. Ich konnte das alles gar nicht einordnen, hab die Kopfschmerzen auf das Wetter geschoben. Dann hatte ich nen Salat zwischen den Zähnen und das zu essen hat sich so gut angefühlt! Ich denke, die ganzen Symptome kamen tatsächlich von der Getreidelastigen Ernährung und davon, dass ich auch nicht so wirklich auf Milch geachtet hab, sondern alles in mich rein gefuttert hab.
Jetzt bin ich ziemlich erkältet (das schleicht sich schon eine ganze Weile an) und da hab ich wenig Nerven, um ordentlich zu essen - wenn ich krank bin, hab ich schon immer Mist gegessen. Möglichst kein Aufwand, lecker und süß oder sehr salzig... Mal sehen, dass ich meinen frischen, rohen Teil mal wieder hoch setze.


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 1. Nov 2016, 23:26 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Wenn du erkältet bist, versuch es mal mit Süßkartoffel ... und Minze.

Ansonsten scheinst du tatsächlich auf irgendwas allergisch zu reagieren - und wenn du da schon Milch und Milchprodukte im Verdacht hast, dann mach nen Riesenbogen um alles, was aus Kuhmilch gemacht wird.
Ansonsten passen diese Symptome auch auf diverse Substanzen, die es erst seit ein paar Jahrzehnten auf der Welt gibt, aber in nennenswerter Menge in konventioneller Wurst, Käse etc drin ist.
Im Grunde genommen kann man nur von konventioneller Fertigkost aller Art abraten ...

Wenn du zu trockener Haut neigst und das trotz (oder gerade?) wegen Rohkost, kann das ein deutliches Zeichen dafür sein, daß du zuwenig Fette aufnimmst ... hier wären Nüsse, Mandeln etc einen Versuch wert.
Auf der anderen Seite futterst du ja schon viel Leinsaat ... da sollte genügend an essentiellen Fettsäuren drin sein.
Aber auch Kosmetika, insbesondere Seife und Cremes, können zu trockener Haut führen, egal wie gut die Ernährung ist. Die Haut gesundet dann erst, wenn man sich konsequent mit Ghassoul wäscht und keine Seife und Cremes mehr benutzt. Wenn du im Winter rissige Lippen hast, reicht Kokosfett, Sheabutter oder Melkfett absolut aus, selbst Ballistol Waffenöl ist noch gesünder, wie Lipstick und Co.

Dann - gehst du viel vor die Tür und tust was im strahlenden Sonnenschein (soweit der überhaupt in unseren Breitengraden durch die Wolken kommt *g*)?
Wenn nicht, ist gerade bei deiner sehr pflanzenlastigen Kost mit Vitamin D3 Mangel zu rechnen ... ich hab da mit meiner im Winter sehr fleischlastigen Kost kaum Probleme mit. Hier mußt du für dich entscheiden, ob du unter ärztlicher Aufsicht Vitamin D3 supplementieren willst, oder ob du lieber im Winter viel rohe Leber futterst. Allerdings sollte es auf gar keinen Fall Leber aus konventioneller Tierhaltung sein - entweder Wildleber, falls du da rankommst, oder eben Weidehaltung oder mind. Bio.
Leber ist ein Entgiftungsorgan, die ganzen Medikamente, Supplemente und sonstigen ungesunden Zusätze aus der konventionellen Mast sammeln sich in der Leber - und das bekommst du insbesondere als Rohköstler so richtig übel reingebraten, wenn du sowas ißt! Einfach, weil dein Körper lernt, auch noch das letzte Quäntchen an Nährstoffen aus der Nahrung zu holen - und damit eben leider auch Schad- und Giftstoffe.


Nach oben
BeitragVerfasst: Do 3. Nov 2016, 09:11 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Danke, dann stehen Süßkartoffel und Minze jetzt erstmal auf dem Plan. Weshalb Süßkartoffel?

Also Kuhmilch ist bei mir definitiv ein Riesen Problem. Da meine Verwandten sowas erst akzeptieren, wenn es “offiziell“ ist, war och mal bei einer Heilpraktikerin - Laktose ist nicht das Problem, sondern echt die Kuhmilch an sich. Leider steh ich total auf Schoki und da hat meine Mum immer die normale da und wenn ich bei denen bin... der Rest zuhause und bei den Eltern ist nur mit Pflanzenmilch. Beim Bäcker hungrig vorbei ist auch nicht drin :/ ;)
Ob ich noch auf andere Sachen allergisch bin, weiß ich nicht. Auf jeden Fall gings mir nach dem Besuch nicht gut. Ich bin immer noch am normalisieren.

Die trockene Haut ist mit Rohkost besser! Da merke ich ganz extrem, wenn ich falsch esse.
Nach Ghassoul werde ich mal googeln :) Danke für den Hinweis.
Im Moment schade ich meiner Haut wieder mit Creme - ohne halte och es absolut nicht aus. Mit Rohkost war es nicht angenehm, aber okay. Mit dem Mist mit dem Essen wurde es unerträglich.
Ich glaub, ich muss mir echt mal Kokosfett holen...

Am Studienort kaum. Wenn ich bei den Eltern bin,bin ich viel draußen. Und aktuell bin ich beinahe jedes Wochenende da.
Das mit der Sonne ist halt so das Problem. Wobei ich in Franken da echt noch Glück hab.
Innereien hab ich noch nie gegessen und gerade Leber als “Mülleimer“ des Körpers, finde ich mehr als unangenehm.
Ich weiß noch nicht, wie ich das mit dem D3 mache.
B12 dürfte ja in Wildpflanzen genügend sein und der Körper speichert das ja anscheinend auch. Da dürfte es reichen, von Frühjahr bis Herbst auch Wildkräuter zu essen, oder?


Nach oben
BeitragVerfasst: Do 3. Nov 2016, 10:01 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Süßkartoffel ist wie der Name schon sagt, süß ... und zumindest bei mir funktioniert es, wenn ich mich gar nicht mehr zu Rohkost bekomme, sondern stattdessen nur noch Fertigfraß und Backware mag, mich wieder dran zu "erinnern", daß es da auch noch etwas gibt, was mir gut tut ...
Bei mir sinds dann meist Süßkartoffeln, dann Erdnüsse (die zwar nicht roh sind, aber eben Energie und Mineralstoffe liefern) und dann gehts auch langsam wieder mit dem Rest, der mir dann immer besser schmeckt.

Dein Hautproblem klingt sehr in Richtung Neurodermitis ... oder du bist Asperger, viele Asperger sind absolut hautempfindlich, ohne daß was gefunden werden könnte, was anders an der Haut wäre wie bei anderen Menschen. Ich selbst hasse Kleidung ... je enger auf der Haut anliegend, desto schlimmer.

Cobolamin findet sich überall - aber du kannst es nicht aufnehmen, da in Pflanzen grundsätzlich der sog. intrinsische Faktor fehlt ... ohne dem nutzt dir das Zeug rein gar nix, du brauchst es also gut vorbereitet als Vitamin B12 - und das findet sich nur eingelagert in Tieren.
Oder du fängst an den Blinddarmkot von Meerschwein und Co zu futtern ... das ist der Ursprung des für Menschen nutzbaren Vitamin B12. Denn eigentlich sind es nicht Tiere, die das Zeug herstellen, sondern Bakterien - und die sitzen nicht in den Pflanzen, sondern in den Gärkammern von Pflanzenfressern! Egal, wo du hinschaust im Tierreich, entweder tragen die Tiere ihre eigene Gärkammer mit sich rum, oder sie fressen andere Tiere. Und selbst Tiere mit Gärkammer futtern manchmal andere Tiere.
Für uns Tiere ist es nunmal unnatürlich, keine Gärkammer mit sich rumzuschleppen und trotzdem vegan zu leben. Ist einfach so ... deshalb müssen ja Veganer ihr Vitamin B12 supplementieren.

Dazu kommt - normalerweise ist der Vitamin B12-Speicher proppevoll, gerade in unserer Gesellschaft, wo eben traditionsmäßig sehr viel Fleisch gegessen wurde und nur in den Kriegszeiten der Fleischkonsum extrem absank (im Mittelalter hatten die Menschen im Schnitt pro Kopf 120kg Fleisch pro Jahr verspeist! Selbst die Ärmsten der Armen aßen mehr Fleisch, wie wir heutzutage. Wir liegen momentan mit 70kg im Schnitt pro Kopf und Jahr sogar relativ niedrig. Nach dem zweiten Weltkrieg waren es immer noch 50kg Fleisch pro Kopf pro Jahr ... in Indien in der Armenbevölkerung momentan unter 10kg Fleisch pro Kopf pro Jahr ... und da ist noch nirgendwo Käse und Co mitberücksichtigt). Das Vitamin B12 wird von der Mutter über die Muttermilch an das Kind weitergegeben und wenn die Speicher der Mutter voll sind, so, daß auch die Speicher vom Kind proppevoll werden.
Männer können mit so einem vollen Speicher wohl tatsächlich ein Leben lang auskommen ... erst im hohen Alter mit 90 Jahren aufwärts ist der Speicher leer ...

Bei uns Frauen kommt aber noch die Fortpflanzung dazu - ok, wenn du ein Leben lang ohne Kinder bleibst, wird es vermutlich sich ähnlich verhalten, wie beim Mann, aber wenn du Kinder bekommst, gibst du Vitamin B12 ans Kind ab, der Speicher wird erheblich geleert dadurch.
Bei den meisten Frauen, um nicht zu sagen, bei allen Frauen, aus unserem Kulturkreis, reichen die Speicher etwa für ein bis zwei Kinder, danach sind sie leer! Spätestens das dritte Kind bekommt schon nix mehr ab und stellt irgendwann das Essen ein, bis es Vitamin B12 bekommt!
Es stirbt also ohne tierisches Essen!
Es gibt zwar immer wieder Menschen, die behaupten, sie würden streng vegan leben und zwei Kinder ohne Mangelerscheinungen großgezogen haben, diese wiederum Kinder bekommen haben, die auch keine Mängel hätten - ohne Supplementation ... nur, es ist genauso unwahrscheinlich, daß die die Wahrheit sagen, wie die Menschen, welche behaupten, von Lichtnahrung (also kein Trinken, kein Essen) zu leben.
Der wissenschaftliche Nachweis fehlt - und ohne dem glaub ich es einfach nicht, weil ich genügend Veganer, die streng vegan ohne Supplemente leben, dabei "erwischt" hab, daß sie doch horrende Supplementieren! Oder sich ab und an eben doch mal Fleisch, Käse oder ähnliches gönnen ... sie vergessen es einfach nur zu erwähnen!
Kann ja auch mal vorkommen, bei der Fülle an Nahrungsmitteln, die so ein Mensch am Tag verzehrt (sry, mein Sarkasmus - irgendwie treff ich in letzter Zeit wieder zuviele der ethisch motivierten Extremveganer. Irgendwann entwickel selbst ich dann Vorurteile.)
Das ist dann genauso wie mit den vegetarischen Japanern, die über 100 Jahre alt werden, die gern dazu rangezogen werden, wie gesund doch die vegane Kost sei - nun, mal abgesehen davon, daß Alter kaum etwas mit Ernährung zu tun hat, gerade Japaner, die über 100 Jahre alt werden, haben in der Kindheit und Jugend viel Walfleisch gegessen! Prekärerweise sterben die Japaner, die zu jung sind, um noch die Walfleischzeiten miterlebt zu haben, deutlich früher wie 100 Jahre, trotz vegetarischer Ernährung ... (was allerdings an noch ganz anderen Faktoren liegt, also Walfleisch in der Jugend ist natürlich auch nicht der Schlüssel zu einem langen Leben *g*)


Nach oben
BeitragVerfasst: Do 3. Nov 2016, 23:35 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Ok, ich nehm alles über Veganer zurück ... hier hat mal ein Ex-Veganer mein Weltbild von früher wiederhergestellt:
Vitamin B12 und Gesundheit
Ich wollte, jeder Veganer wäre so ... dann bräuchte ich mich nicht mit unredlichen Menschen rumärgern, die zufälligerweise auch noch Veganer sind und die mir den Glauben an das Gute im Menschen nach und nach zerstören.

Ich hab die Seite noch nicht durchanalysiert, sie scheint jedoch auf den ersten Blick eine unabhängige und sehr seriöse Seite zu sein, die sich nach eigenen Angaben aus Spendengeldern finanziert. Literaturliste zu den tiefer gehenden Artikeln ist drunter, also kann man nachlesen, ob das so richtig verstanden wurde, wenn man das möchte. Der Initiator der Seite Herr Rotter war ein langjähriger Veganer, und hat eine vielseitige Ausbildung. Über den Dr. Schweikart hab ich bislang nicht viel finden können ... soll aber nach Angaben dieser Seite Ernährungsberater sein und Herrn Rotter ausgebildet haben.

Das meiste, was ich über Vitamin B12 wußte, fand ich auf der Seite wieder - und noch viel, viel mehr. Das Wissen ist gut und verständlich aufbereitet, ich denke, das kann jeder, der sich dafür interessiert, gut lesen und verstehen.


Nach oben
BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2016, 20:38 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Hallo Murx!

Vielen Dank für den Link und die ausführliche Beschreibung des B12-Problems! :) Wie immer sehr interessant!

Mein "Weg zurück" sind grüne Smoothies... :D Die letzten Tage waren wieder nicht so erfolgreich. Jetzt hab ich aber mal 2 Wochen bei mir. :)

Ich habe Neurodermitis und Ischtiotitis (heißt das so? Fischschuppenkrankheit).

Ein erneut aufgetauchtes Problem habe ich jetzt mit meiner Regel. Ich nehme die Pille und diesmal sind die "alten" Symptome von vor der Pille wieder da - Rückenschmerzen und Migräne vom feinsten, dazu zum Glück nur leichte Krämpfe. Ich hab keine Ahnung, ob das an der Rohkost liegt oder an den letzten zwei Wochen, in denen ich noch weniger rohes gegessen habe, als vor der Rohkost oder an dem Reh von Samstag. Oder an was ganz anderem...


Nach oben
BeitragVerfasst: Mi 9. Nov 2016, 13:33 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Du meinst Ichthyose?
Soweit ich weiß, ist das eine erbliche Geschichte ... hab mich noch nie mit beschäftigt.

Ischias würde von Os ischii kommen, dem Sitzbein.
Ichthys ist griechisch und heißt Fisch.
Die Endung -itis deutet auf Entzündung hin ... eine Ichthyotitis wäre also eine fischähnliche Entzündung.
-ose bezeichnet eine generelle nichtentzündliche Veränderung, Zustandsveränderung oder eine parasitäre Erkrankung. Wie gesagt, da gibts die erbliche Ichthyose.

Rückenschmerzen, Migräne und die dadurch verursachten leichten Krämpfe können sowohl auf ein nicht verarbeitetes Problem hindeuten, insbesondere in Bezug auf deine Familie, es kann darauf hindeuten, daß deine Gebärmutter nicht der Norm entsprechend im Körper aufgehängt ist - ein erbliches Problem, oder aber es kann Hinweise auf Nährstoffmängel sein ... da Neurodermitis auch oft schlimmer wird bei nicht verarbeiteten psychischen Problemen, ist das nun natürlich sehr schwer, zu raten - hat sowas von Rate mal mit Rosenthal :D
Vermutlich weißt du da besser, aus welcher Richtung es kommt ... solltest es dir jedoch nicht zu einfach machen. Oft lenkt man sich ab von dem, was einem wirklich auf der Seele liegt und schiebt es auf alles Mögliche ...

Vielleicht hilft es auch, einfach mal nach Nährstoffmängeln zu forschen ... wenn du einen guten Arzt an der Hand hast, der weiß, wie man Nährstoffmängel aufdeckt, wäre das immerhin ein Ansatz. Du könntest dann geziehlter dein Essen aussuchen ... oder wenn nötig, ergänzen.


Nach oben
BeitragVerfasst: Sa 12. Nov 2016, 17:48 
Offline
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Benutzeravatar
Ich habe ürbigens jetzt Urmöhren für mich entdeckt. Die vertrage ich auch problemlos.
Die Schweinchen lieben sie auch :D
http://fitundlebendig.com/urkarotten-di ... n-moehren/


Nach oben
BeitragVerfasst: So 13. Nov 2016, 11:52 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Urmöhre ist gut ... das ist ne sehr moderne Kreuzung zwischen einer vorderasiatischen Kulturmöhre und unserer Kulturmöhre *g*

Das Besondere ist, daß diese Möhre wieder mehr Wirkstoffe enthält, wie die mordernen Industriemöhren. Ich denke, deshalb wird sie auch von so vielen Menschen besser vertragen. Was nicht so toll ist, weil sie im Biobereich seit Jahren so gut ankommt, wird sie langsam wieder auf Industriebedürfnisse umgezüchtet ... in ein paar Jahren wird sie vermutlich genauso wässrig und unverträglich sein, wie alle anderen Industriemöhrensorten auch.
Dazu kommt - sie ist nicht samenfest (eben weil es eine Hybridsorte ist), man muß immer wieder neues Saatgut kaufen. Wenn man Samen von diesen Möhren gewinnt und aussät, kommt alles bei raus, was vorher zur Herstellung der Hybride eingekreuzt wurde.
http://www.garten-des-lebens.de/die-falsche-urmoehre/

Ich hab allerdings schon echte alte Sorten im Bioladen und auf Märkten gesehen, auch wenn das nur selten ist. Beispielsweise scheint die gelbe Pfälzer bisweilen wieder angebaut zu werden, die hab ich ab und an in Bioläden in Hessen gesehen. In Berlin hatte ich mal die Duwicker Möhre in einem Bioladen gesehen - man erkennt sie allerdings kaum als Möhre, weil sie aussieht, wie ne kleine Rübe.
Wenn du mal auf solche Möhren stößt, solltest du die auch unbedingt probieren - könnte sein, daß du sie noch viel, viel besser verträgst, wie die Purple Haze (was der richtige Name der "Urmöhre" ist. Urmöhre ist nur ein Werbegag)


Nach oben
BeitragVerfasst: So 13. Nov 2016, 12:15 
Offline
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Benutzeravatar
Danke für deine vielen Informationen dazu :lieb:
Dann bin ich an meinem Lieblingswochenmarkt-Stand wohl an der richtigen Adresse. http://www.hof-rotdorn.de/Website/Hof_Rotdorn.html
Ich teste mich mit meinen Schweinchen durch das Sortiment :D
Wir sind inzwischen so verwöhnt, dass ich nur noch auf dem Markt kaufe. Alles andere schmeckt mir nicht. Und den Nasen auch nicht. Zum Glück ist mittwochs auch Markt und ich hab Gleitzeit, kann also vor der Arbeit dort einkaufen :)


Nach oben
BeitragVerfasst: So 13. Nov 2016, 14:25 
Offline
Planetarier
Planetarier
Benutzeravatar
Ichthyose - genau das wars!
Die Hautgeschichten können durch psychisches verstärkt werden? Dann hab ich die Antwort... Danke

Ich hätte soo gerne einen Markt an der Hand! :( Ich sollte meine nächste Wohnung danach aussuchen :D


Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 32 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron