Hallihallo!
kmc97 hat geschrieben:
ich habe in einen fernseh bericht gehört, dass dinos 15 halswirbel haben
Meines Wissens nicht zu verallgemeinern...das ist sehr unterschiedlich. Zwischen 10 bis zu 16 Halswirbeln sind gut möglich je nach Gattung.
Zitat:
und soweit ich weiß haben zumindest säugetiere 7
Die meisten, ja...aber auch das ist kein Universalgesetz.
Bestimmte Seekühe und Faultiere haben nur 6...
bis zum letzten Jahr dachte man, einige Faultierarten hätten 9 Halswirbel...das wurde aber erst kürzlich aufgeklärt (
http://idw-online.de/pages/de/news392303)
Also meines aktuellen Wissens gibt es einige wenige Ausnahmen, die die Zahl ihrer Halswirbel reduziert haben...aber keine Säuger haben neue dazu-evolviert.
Ansonsten sind Reptilien da sehr variabel...einige haben gar keine Halswirbel (Schlangen...das sind alles Brustwirel!), Schildkröten haben soweit ich weiß zB immer 8 Halswirbel, Leguane auch... andere Gruppen ahben mehr oder weniger Halswirbel. Das ist recht unterschiedlich. Noch diverser ist das bei Vögeln, die ja stammesgeschichtlich sehr eng mit den sogenannten "Reptilien" (eigentlich gehören Vögel und die uneinheitliche Gruppe der Reptilen zu den Sauropsida... bilden also eine Gruppe... Reptilien ist ein sehr unwissenschaftlicher Begriff) verwandt sind. Da können das bis über 30 Halswirbel sein!
Man geht heute davon aus, dass die Grundzahl an Halswirbel wohl 6 war bei den Vorfahren aller Landwirbeltiere. Ich nehme an, die übermäßige Neigung dazu, deren Zahl zu variieren hat sich erst später herausgebildet, nachdem sich die Vorfahren der Säuger und die der Sauropsida (zu denen auch die Dinos gehören) bereits getrennt hatten. Denn um da verschiedene Zahlen herauszubilden muss man erstmal überhaupt die Fähigkeit haben, die Zahl zu variieren... erst dann kann unter Umständen die Selektion an diesen Merkmalen ansetzen und sie bestärken, falls sie von Vorteil sind.
Ich denke also, der Grund, warum Säugetiere alle eine sehr ähnliche Halswirbelzahl haben ist der, dass sie schlicht gar nicht die Anlage besitzen sich an der Stelle zu verändern. Man kann einem Kaninchen zum Beispiel keine Hörner anzüchten, weil sie nicht die Anlage besitzen, sowas überhaupt auszubilden.
Bei den Sauropsiden gab es irgendwann einen Punkt, wo sie zufällig genau an der Stelle zu variieren begannen.
Es ist ein bisschen weitgreifend jetzt, aber wenn ein Merkmal variiert und sich durchsetzt, dann wird damit nicht nur das veränderte Merkmal vererbt, sondern auch die besondere Fähigkeit, in diesem zu variieren. Es wird dann also wahrscheinlicher, dass sich genau in diesem Merkmal wieder was verändert. Daher wurde es auch wahrscheinlicher, dass sich die Zahl der Halswirbel wieder verändert, als sie das schon einmal gemacht hat. Aber das führt jetzt wirklich weit in dei Genetik hinein, wenn man das genauer erklären wollen würde ;-)