Wahnsinnig interessanter Gedanke...und hab mich mal direkt auf die Suche gemacht...
was ich dazu fand, widerlegt aber alles, was rein "charaktär" mit diesem Chromosom Phänomen in Zusammenhang gebracht wird. Hier mal ein paar Zitate:
wikipedia hat geschrieben:
XYY-Männer sind kriminelle Soziopathen
Dieses Vorurteil gab es zwar schon seit der Entdeckung, aber als es 1968 in einem Artikel der Arbeitsgruppe um Dr. Johannes Nielsen in der Zeitschrift „The Lancet“ um Analysen bei Insassen von Gefängnissen ging, hat insbesondere dieser Artikel (und die Berichterstattung der Massenmedien) diese falsche Annahme im Gedächtnis der Menschen verankert.
Es wurde festgestellt, dass die Anzahl der Männer mit dem Syndrom in Gefängnissen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Insassen 25- bis 60-mal größer ist als in der übrigen Bevölkerung. Dieses Ergebnis lieferte für die Allgemeinheit den letzten Beweis, dass die Männer gestörte Persönlichkeiten seien. Was allerdings in den Medien unterging, war die Tatsache, dass die Stichprobe klein war und nur zwei XYY-Männer enthielt. Aus einer solchen Stichprobe auf die Gesamtheit zu schließen, ist nicht möglich, da der statistische Fehler zu groß ist. Größere Studien der letzten Jahrzehnte zeigten dann auch keine Korrelation von XYY und antisozialem Verhalten mehr.
In den Medien wurde das Bild des kriminellen XYY-Manns mit einem Hang zu Sexualstraftaten in dem Film Alien 3 propagiert.
wikipedia hat geschrieben:
XYY-Syndrom bei einem Massenmörder
Der Fall von Richard Speck, der 1966 acht Schwesternschülerinnen tötete, erlangte dadurch Berühmtheit, dass sich der Anwalt des Täters zur Verteidigung auf den XYY-Karyotyp seines Mandanten berief. Sein Mandant wäre kognitiv retardiert und daher nicht voll verantwortlich für seine Taten. Dieser Prozess wurde in den Medien hochgespielt, und Speck wurde zu 400 Jahren Gefängnis verurteilt. Tatsächlich war er nicht vom XYY-Syndrom betroffen; weder der Staatsanwalt noch die Verteidigung hatten ein Gutachten erstellen lassen.
Wikipedia sagt aber auch und hierbei ist der letzte Punkt der interessante:
wikipedia hat geschrieben:
Tatsächliche Unterschiede Es gibt jedoch phänotypische Unterschiede zwischen Männern mit und ohne XYY-Syndrom. XYY-Männer können, vermutlich bedingt durch den erhöhten Testosteronspiegel, folgende Probleme aufweisen:
Ihre Intelligenz ist ebenso verteilt wie der Durchschnitt, lediglich im Vergleich zu direkten Geschwistern lag der IQ in den meisten beobachteten Fällen um 5-15 Punkte tiefer.
Jungen haben in der Jugend gegenüber Mädchen ohnehin ein Entwicklungsdefizit. Durch das zusätzliche Y-Chromosom wird dieses noch verstärkt, weshalb XYY-Jungen beispielsweise eine etwas schlechtere Feinmotorik haben.
Durch den erhöhten Testosteronwert kommen spezifisch männliche Verhaltensmuster eher zum Ausdruck. Dies kann sich in einem aufbrausenderen Temperament, einem Aufmerksamkeitsdefizit oder erhöhter Unruhe äußern. Die Varianz der Ausprägung ist allerdings hoch, so dass auch hieran keine gesicherte Diagnose festgemacht werden kann. Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/XYY-SyndromAlso mal rein auf den Menschen bezogen, ist es eigentlich schnurz piep egal, ob nen Y Chromosom mehr oder nicht...am Ende sind es Charaktereigenschaften, die im Laufe jeden Lebens entsprechend hervor- oder zurücktreten.