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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 07:49 
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Antje, das ist wirklich furchtbar, mir laufen grad die Tränen. Das ist ja noch schlimmer als bei Bela, der sich so lange gegen das Einschlafen gewehrt hat und dessen Herz einfach zu stark war und der beim Einschlafen immer wieder den Kopf gehoben hat und sich auf meinem Arm bewegt hat ... Aber immerhin hat er nicht mehr nachgespritzt werden müssen ... Fühl dich gedrückt.

Ich habe bisher drei Tiere einschläfern lassen müssen. Die ersten beiden, mein Kater Platon und mein Schweinchen Sam, waren schon so schwach und schwer krank, dass sie beide durch die Narkosespritze schon gestorben sind. Bei Sam hat es die finale Spritze schon gar nicht mehr gebraucht und bei Platon wurde sie quasi zur Sicherheit noch gegeben, aber sein Herz hatte vorher schon aufgehört zu schlagen. In beiden Fällen wusste ich hinterher sicher, es war die richtige Entscheidung. Anders als bei Bela: Sein Herz, das zu kräftig war. Die lange Zeit, die er zum Einschlafen gebraucht hat. Und die zweite Spritze ... er hat so heftig gezuckt, bis heute krieg ich Alpträume davon und frage mich, ob da was schief gelaufen ist. Diese Erfahrung war für mich so schrecklich, dass ich manchmal immer noch das Gefühl habe, ich hätte ihn getötet. Und ich hoffe, dass es so auch nie wieder sein muss ...


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 08:11 
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Oh man......... :(!


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 09:52 
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daniii hat geschrieben:
Antje, das ist wirklich furchtbar, mir laufen grad die Tränen. Das ist ja noch schlimmer als bei Bela, der sich so lange gegen das Einschlafen gewehrt hat und dessen Herz einfach zu stark war und der beim Einschlafen immer wieder den Kopf gehoben hat und sich auf meinem Arm bewegt hat ... Aber immerhin hat er nicht mehr nachgespritzt werden müssen ... Fühl dich gedrückt.

Gustav wollte nicht mehr Und ich weiss nach wie vor nicht, wie ich ihm hätte helfen können.
An seinem letzten Morgen habe ich von der Tür aus ins Zimmer rein geblickt, und er hat schon auf mich gewartet. Dieser Blick "Wo bleibst Du denn?".
Ich dachte, ich setze ihn zu stark unter Druck, wegen dem Fressen. Wenn er gemerkt hat, dass ich ihn ängstlich beobachte, ob er frisst, hörte er auf zu fressen. Wenn ich nicht da war, frass er wenigstens etwas, deswegen bin ich paar Stunden raus gegangen.
Dann habe ich die Medis fertig gemacht, da hatte er sich auf das Kuschelkissen gelegt. Keine Gegenwehr beim Rausnehmen. Bei den Medis hat er den Kopf abgewendet und ist von meinem Schoß runter gelaufen. Osteopathie wollte er auch nicht mehr.
Im Stall hat er dann im Kuschelkissen gelegen und gejammert, so kehlig "hm - hm - hm - hm - hm - hm - ....". Wegen der Medis? :hm: Am Abend zuvor hat er nach den Medis auch dieses Geräusch gemacht.
Meine Mädels hatten sich die ganzen Tage schon intensiv um ihn gekümmert und sich dann verabschiedet. Gustav wollte nicht mehr.
Als er in seinem Kuschelkissen starb blieben die Mädels ihm fern, ausser Mumtadz ist ab und zu mal an ihm vorbei,er lag halt an ihrem Weg, weiter nichts. Für sie war er schon gestorben. An der Leiche hatten sie auch kein Interesse. Er war weg für sie, sie hatten sich tagelang aufopfernd gekümmert und dann verabschiedet. Deswegen habe ich auch die Tierambulanz angerufen.
Trotzdem kann ich nicht damit leben. Ständig die Bilder im Kopf und "was wäre wenn"...


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 10:11 
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Ich kann zu alledem nur eines sagen:
Mädels, macht euch nicht selber kaputt!!! :shock:
Schaut doch mal was ihr für eure Tiere leistet. Schaut doch mal, was ihr ihnen für ein Leben bietet.
Das viele Futter, der meist riesengroße Platz, die jederzeit gewährleistete ärztliche Versorgung, die Liebe die ihr jedem einzelnen Tierchen entgegenbringt.

WAS zum Teufel wollt ihr denn noch machen?
Selbtst beim letzten Schritt opfert ihr euch auf, macht euch Gedanken in alle Richtungen, hadert mit eurem Wissen und Gewissen, wägt Pro's und Kontra's FÜR eure Tiere ab.

Ihr versucht dazu zu lernen und Dinge beim nächsten Mal besser zu machen und gewappnet zu sein.
Aber WER kann sich schon immer 100%ig gegen das Leben und vor allem gegen den Tod wappnen?

All das tut ihr immer aus Liebe! Mehr geht nicht!
Ob eine Entscheidung im Nachhinein richtig oder falsch war, werdet ihr niemals 100%ig herausfinden.
Und ändern könnte man dann an der Vergangenheit sowieso nichts.

Trauer ist wichtig und richtig! Aber zerbrecht nicht daran.
Nehmt eure Energie für die lebenden Tierchen! :)


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 10:15 
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Zeigt aber, das "Gott" spielen mehr Fluch als Segen sein kann.

"Der Tod erlöst die Toten...aber nicht die Lebenden!"...


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 10:22 
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lapin hat geschrieben:
Zeigt aber, das "Gott" spielen mehr Fluch als Segen sein kann.

"Der Tod erlöst die Toten...aber nicht die Lebenden!"...



Wie wahr :schäm:


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 13:24 
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lapin hat geschrieben:
Zeigt aber, das "Gott" spielen mehr Fluch als Segen sein kann.

"Der Tod erlöst die Toten...aber nicht die Lebenden!"...

Du sprichst mir aus der Seele...


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 13:37 
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Irgendwie komm ich nicht damit klar, dass ihr tatsächlich alles so schwarz seht! :shock:
Oder versteh ich euch falsch? :grübel:

Natürlich ist "Gott spielen" eine oftmals sehr undankbare und sogar grausame Aufgabe.
Aber können wir es ändern im Fall unserer Tiere?

"Der Tod erlöst die Toten..." und darüber kann man doch auch als Lebender ein wenig dankbar sein, DASS der Tote erlöst wurde.

Im Endeffekt dürfte man dann niemals Tiere halten.
Keine Ahnung ob dann meine Mimm noch leben würde, weil ihre Diabetes eventuell nie entdeckt worden wäre in irgendeiner Kinderzimmerhaltung im Einzelkäfigknast.
Keine Ahnung ob mein damaliges Schlümpfchen mit ihrer Arthrose noch so lange so fit gewesen wäre in irgendeiner Kinderzimmerhaltung im Einzelkäfigknast.
etc etc.

Wie siehts mit euren Tieren aus?
Spielt ihr lieber "Gott" im Ernstfall oder würdet ihr um dieser Möglichkeit auszuweichen eure Tiere lieber in einem 120er Käfig einem Kleinkind überlassen?


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 13:45 
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Na Isa....ich glaube du missverstehst es...
am Ende ist es wieder eine Entscheidung die Mensch getroffen hat und nun mal einen bitteren Beigeschmack hat.

Auch wenn uns ein Tier zeigt es geht nicht mehr und wir die Möglichkeit haben sie zu erlösen, so wissen wir dennoch nicht 100% ob es das richtige war...zumindest seh ich es so.
Daher mag es eine Erlösung für unsere Tiere sein, mich beschäftigt es aber, über ihren Tod hinaus!...

Immerhin geht es hier um das Leben...das kostbarste was es gibt und das einzigste was jedes Lebewesen (wissenschaftlich nichts weiteres bewiesen) leben kann...
und das beende ich, du...jeder der sein Tier liebt...
ich finde, dass ist wichtig nicht aus den Augen zu verlieren...


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 13:58 
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lapin hat geschrieben:
ich finde, dass ist wichtig nicht aus den Augen zu verlieren...


Doch dann hab ich das glaub ich schon richtig verstanden!
Und ich seh das auch so. Es ist immer wieder schwer und oft grausam.

Man darf es nicht aus den Augen verlieren, stimmt.
Aber man darf sich damit auch nicht verschatten!!


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 14:04 
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Ich glaube das macht hier keiner, aber es gibt eben Momente wo man auch daran zweifelt, verzweifelt und darin mehr ein Fluch als ein Segen sieht...
es zieht einem manchmal den Boden unter den Beinen weg, im gesamten betrachtet stehen wir aber doch gut auf beiden Beinen....so oder so ähnlich.
Keine Ahnung, es gibt eben solche und solche Tage und manchmal zweifelt man eben auch an gewissen Entscheidungen, so gehts mir mit Kaboom, auch wenn ich tief im Inneren weiß...es war ok so!


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 14:29 
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Ich kenne solche Tage, manchmal auch mehrere!
Siehe Thread in der Höhle.... :(
Manchmal verzweifelt man fast daran.


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 15:35 
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Ich muss schon zugeben, dass mir die Verantwortung, das "Gott spielen" durchaus über den Kopf wächst.
Darum möchte ich die Hühnerhaltung aufhören, die Tiere haben (bei mir?) einfach nicht die Lebenserwartung, die ich mir wünsche. Vielleicht liegt es ja nur an der Rasse, dass die besonders empfindlich sind, aber mir fehlt der Mut, es nochmal "auszuprobieren".
Ebenso mit den Riesenschecken (Kaninchen). 4 Jahre Maximum, und damit kann ich irgendwie nicht leben.
Ich habe nichts dagegen, die Verantwortung zu übernehmen, wenn ein Tier erlöst werden soll, ich sehe es schon als "letzten Liebesdienst". Aber wenn es wie heuer im Frühling 4 mal nacheinander sein muss, geht mir einfach die Luft aus.

Und dann stimmt es für mich, zu sagen, wenn ich mich darauf nicht mehr einlassen will, muss ich die Tierhaltung überdenken/reduzieren.
Meine Tierschutzfreundin hat auch schon erlebt, dass ihr Leute das Tier "zum Einschläfern" bringen, weil sie es selbst nicht packen (uneingedenk, wie oft sie selbst den Weg schon gehen musste, und durchaus keine Abstumpfung eintritt!). Oder beim Tierarzt, ich möchte nicht wissen, wie viele dann im letzten Moment den Raum verlassen.. ich denke, wir muten uns schon eine ganze Menge zu, und da hat Isa Recht: wir tun es FÜR unsere Tiere, sonst würden wir es uns leichter machen.


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BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 15:42 
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Mir tut es irgendwie halt immer weh, wenn ich so Leute wie euch so reden höre!
Gerade ihr solltet diejenigen sein, die niemals die Tierhaltung aufgeben.
Jeder von euch hier, der mit der Tierhaltung aufhören oder den Bestand reduzieren möchte -aus welchem Grund auch immer-, ist ein guter Halter weniger! :(
Denn schlechte Halter gibt es genug. Und klar, diese Halter machen sich auch keinen Kopf über so Dinge wie sie in diesem Thread diskutiert werden.


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