Ich habe für einen anderen Zusammenahng mal diverse Zitate abgetippt. Da ich das Buch immernoch sehr empfehlen kann, hier mal ein paar Ausschnitte, damit man sieht, dass es sich lohnt...

„Diese Angst vor Wildtieren ist in der menschlichen Psyche tief verwurzelt. Der europäische Igel (die kleine stachlige Heldin der Beatrix-Pottter-Geschichte) wurde kürzlich von dem Pathologen Ian Keymer vom Londoner Zoo als „eines der gefährlichsten Tiere Europas“ bezeichnet, weil Igel Überträger von mindestens 16 Krankheiten sein können, die auch beim Menschen vorkommen. Und dies „könnte nur die Spitze eines Eisberges sein“ fügte er hinzu. „Wenn wir noch genauer untersuchen, könnten wir noch weitere Krankheiten finden.“(4) Howard Hughes hätte das verstanden, aber wenn wir diesen extremen Standpunkt einnehmen, dann dürfen wir niemals die gleiche Luft wie andere Personen atmen oder Körperflüssigkeiten austauschen und wir müssten alle anderen Arten auf der Erde ausrotten – nur um ganz sicherzugehen!“
„Später ging Schaller nach Kanha in Indien, wo er feststellte, dass im Freiland lebende und wohlgenährte Axishirsche Gauer (wild lebende Verwandte der Hausrinder) nur wenige Krankheiten aufwiesen. Er schloss daraus, dass die Gesundheit wilder und domestizierter Huftiere in erster Linie von der Qualität des Lebensraums abhängig ist und dass Tiere mit schlechten Lebensbedingungen aufgrund von Mangelerkrankungen viel anfälliger für
Parasiten und Krankheiten sind. Zu dem gleichen Schluss sind auf Wildtiere spezialisierte Tierärzte gekommen, die berichten, dass Beuteltiere in Australien selten Probleme mit ansteckenden Krankheiten,
Parasiten und Krebs haben, solange weder Dürreperioden noch Überschwemmungen auftreten und sie in ihrem Lebensraum nicht beschränkt werden.(7)
Weiterhin wird anhand von versch. Beispielen gezeigt, dass die meisten Wildtiere zick Erreger in sich tragen (z.B. afrikanische Büffel u.a. Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche usw.) ohne daran zu erkranken (sie sind also
latent infiziert).
„Wie Blut- und Kotuntersuchungen mehrfach gezeigt haben, waren Tiere mit Pathologenen oder
Parasiten infiziert, obwohl sie äußerlich gesund erschienen. Daraus müssen wir schließen, dass es für Wildtiere normal und natürlich ist, mit einer geringen Anzahl an Pathogenen und
Parasiten infiziert zu sein, wobei diese aber auf irgendeine Weise auf einem so niedrigen Niveau gehalten werden, dass keine
Krankheitssymptome auftreten. […] Ob man solche Tiere als gesund ansieht oder nicht, hängt davon ab, ob man annimmt, das Vorhandensein von Krankheitserregern sei gleichbedeutend mit Vorhandensein der Erkrankung.“
"Das Erste Anzeichen einer Erkrankung bei Tieren ist oft, dass sie aufhören zu fressen - eine Beobachtung, die viele Naturheilkundige zu der Schlussfolgerung brachte, dass Fasten eine natürliche und sinnvolle Reaktion auf eine Erkrankung sei. Juliette de Baíracli Levy schreibt: "Ein krankes Tier zieht sich an einen abgelegenen Ort zurück und fastet, bis sein Körper wieder zum normalen Zustand zurückgekehrt ist". Fehlender Appetit kann ein wirksamer Weg sein, die Heilung zu beschleunigen.
Bakterien benötigen Eisen und der Körper nimmt viele Veränderungen vor, um die verfügbare Menge an Eisen während einer Infektion zu reduzieren. Frisst ein Tier weiterhin, kann das in der Nahrung befindliche Eisen auch die Pathogene ernähren,. Ein krankes Tier oder einen Patienten zwangsweise zu ernähren, kann also kontraproduktiv sein."
Quelle aller Zitate: Wild Health – Gesundheit aus der Wildnis. Wie Tiere sich selbst gesund erhalten und was wir von ihnen lernen können. Von Cindy Engel, animal leran, 2004