Viele TA Praxen verdienen sich mit dem Verkauf von Tierfutter wohl mindestens das Gehalt einer Angestellten / TA-Helferin im Monat.
Logisch, dass diese Summe an Geld reizvoll und / oder unverzichtbar für die jeweiligen Tierärzte ist.
Impfungen und der Verkauf von Futter stellen wohl meistens die Haupteinnahmequelle dar.
Aber es muss auch zwischen Fertigfutter und Fertigfutter unterschieden werden.
BARFen / selber zubereiten ist immer vorzuziehen (wenn man es "richtig" macht), aber es gibt auch einzelne Frischfleisch-Fertigdosen, die durchaus nicht als grottenschlecht abzustempeln sind!!
Dass werdene Tierärzte irgendeine (positive!) Affinität zu Tieren haben, setze ich fast schon voraus.
Allerdings fängt es doch schon im Studium an: Was wird gelehrt?
Es sind die gängigen Krankheiten bei gängigen (lohnenswerten!) Tieren, wie Hund, Katze, Pferd. Das ist in meinem THP Studium leider nichts anderes. Alles was gelehrt wird, ist auf diese 3 Tierarten beschränkt.
Erst auf Nachfrage und Druck vieler vieler Studenten in kürzester Vergangenheit wurden noch einzelne Lehrtage mit in den Stundenplan aufgenommen, an denen die Tierarten Nager/Kaninchen, Vögel, Reptilien behandelt werden. Aber eben nur jeweils 1 Tag und jeweils nur der Grundriss von
Anatomie,
Physiologie, Pathologie. Das ist ein Witz!!!
Wir haben hier in Stuttgart EINE einzige Dozentin (die auch als HP und THP praktiziert), die sich selber bzgl. Vögel / Reptilien / Nager weitergebildet hat, diese behandelt und an den Unterrichtstagen, an denen sie uns zugeteilt ist, diese auch IMMER mit in die alternative Naturheilkunde mit einbezieht. Alle anderen Dozenten sind auf Hund, Katze, Pferd speziallisiert.
Wobei aber auch selbst hier die Katze immer das "Stiefkind" ist.
Lernende TÄs (und auch THPs) haben also im Grundstudium gar nicht die MÖGLICHKEIT mehr über andere Tierarten zu erfahren und zu lernen.
Allerdings halte ich es für unabdingbar, dass sich der praktizierende TA entweder a) nach dem Studium bzgl. anderer Tierarten weiterbildet oder b) den Kunden ehrlich mitteilt, wenn er von einem Tier keine Ahnung hat!!!
In letzterem Punkt sind Tierärzte nämlich oft viel zu stolz, zuzugeben dass sie keinen Schimmer haben und / oder haben nur die Dollarzeichen in den Augen!
Offtopic :
WELLEN hat geschrieben:
Venga hat geschrieben:
Isa hat geschrieben:
Heißt das bei "geringer Zuführung" von Gift, bin ich irgendwann (für einen gewissen Zeitraum) resistent gegen eben dieses?
Nicht unbedingt resistent.
zB. Tetanus: Wenn der Körper dieses
Bakterium kennt, kann sie schneller erkennen und die
Bakterien bekämpfen, bevor sie Toxine bilden.
Ja, man kann sich an bestimmte Gifte mit der Zeit "gewöhnen". Beispielsweise Nikotin, etc.
Bei der Tetanusimpfung wird das entgiftete Toxin geimpft. Der Körper kann so Antigene bilden, aber das Toxin kann nicht an der entsprechenden Stelle im Nervensystem binden und ist somit nicht mehr gefährlich.
Danke für deine Antwort!!
Belegte Quellen habe ich keine, aber laut Erfahrungsberichten ist es wohl so, dass auch eine (Tetanus-)
Impfung nicht zu 100% schützt... im Gegenteil, es gibt sogar genügend Fälle, in denen Personen sich dennoch mit Tetanus "infizert" haben. Da frag ich mich dann schon nach dem Sinn oder Unsinn des Impfens.
Da können wir aber mal ein eigenes Thema aufmachen bei Gelegenheit.
